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Laut einem Pressebericht will Volkswagen 2.000 Leiharbeiter fest einstellen. - Bild: Volkswagen

Ein Volkswagen-Sprecher wollte den Artikel nicht kommentieren. Er verwies auf einen Brief von VW-Markenchef Herbert Diess an die Belegschaft in der Mitarbeiterzeitung der Marke Volkswagen vom 10. Februar. Dort äußert Diess Bedauern, dass das Unternehmen "nicht wie gewohnt Leiharbeiter in großer Zahl an Bord nehmen" könne und verweist auf den begrenzten Spielraum durch die derzeitige wirtschaftliche Lage.

"Die Übernahme von Leiharbeitern in größerem Maße würde nochmals den Abbaudruck auf die Stammbelegschaft erhöhen", schreibt er. Zu genauen Zahlen äußerte er sich nicht.

Wie die Zeitung weiter schreibt, pocht der Betriebsrat darauf, dass Leiharbeiter übernommen werden müssen, die schon drei Jahre im Unternehmen tätig sind. Das Management sei nur dazu bereit, wenn die Zahl der Stammbelegschaft entsprechend reduziert wird. Seit vergangener Woche lasse die Arbeitnehmerseite deshalb wesentliche Gespräche mit dem Konzern ruhen und drohe sogar mit dem Ende des im November vereinbarten Zukunftspaktes.

Am heutigen Montag kommen Unternehmen und der Betriebsrat zu neuen Verhandlungen über den Zukunftspakt zusammen. Dieser sieht vor, dass VW in Deutschland jährlich 3,7 Milliarden Euro einspart. Bis zum Jahr 2020 sollen weltweit 30.000 Stellen gestrichen werden, davon 23.000 in Deutschland.