Volle Auftragsbücher und die gute Stimmung bei den Kunden lassen den Motorenhersteller Deutz optimistischer in die Zukunft blicken.

Von Katharina Becker, Dow Jones

KÖLN (ks)–Die Kölner wollen nun deutlich mehr Dieselantriebe verkaufen als zunächst für möglich gehalten, wie das im Kleinwerteindex SDAX gelistete Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dank der erwarteten Mehreinnahmen und Kosteneinsparungen dürfte auch das Ergebnis besser ausfallen als erwartet.

Im zweiten Quartal hatte es Deutz dank zahlreicher Neuaufträge fast zurück in die schwarzen Zahlen geschafft. Zwischen April und Juni stand bei den Kölnern unter dem Strich nur noch ein Minus von 0,7 Mio Euro nach einem Verlust von 39 Mio Euro im Vorjahreszeitraum.

Für die anziehende Produktion von Nutzfahrzeugen, Land- und Baumaschinen erhielt Deutz von seinen Kunden zwischen April und Juni rund 74% mehr Aufträge im Gesamtwert von 348 Mio Euro.

Nachdem vor allem die zuvor weggebrochenen Verkäufe von Dieselmotoren für Baumaschinen wieder deutlich anzogen, verbuchte Deutz im zweiten Quartal mit 298 Mio Euro Mehreinnahmen von 36%.

Angetrieben durch die gute Auftragslage bei seinen Kunden will der Hersteller von Dieselmotoren für Baumaschinen, Nutzfahrzeuge und Stromerzeugungsgeräte in diesem Jahr mehr als 150.000 Motoren nach 117.961 im Vorjahr verkaufen. Zuvor hatte Deutz nur mit 137.000 Dieselantrieben geplant. Die Trendwende sei geschafft, er blicke sehr optimistisch in die Zukunft, erklärte der Vorstandsvorsitzende Helmut Leube. Sollte das Verkaufsziel erreicht werden, dürfte der Umsatz bei gut 1,1 Mrd Euro liegen.

Auch operativ will Deutz in diesem Jahr die roten Zahlen verlassen. Vor Sondereffekten soll das Ergebnis im niedrigen einstelligen Millionenbereich liegen. Schon im ersten Halbjahr erwirtschaftete Deutz vor Zinsen, Steuern und Einmaleffekten einen Gewinn (EBIT) von 13,3 Mio Euro.