Volvo

Volvo wird keine neuen Dieselmotoren mehr entwickeln. - Bild: Volvo

Das schwedische Unternehmen setzt stattdessen auf die Weiterentwicklung der aktuell verbauten Technik und auf die Elektrifizierung der gesamten Modellpalette.

Volvo wolle den erst 2013 eingeführten derzeitigen Diesel weiterentwickeln und an den künftigen Abgasgrenzwert Euro 6c anpassen. Danach werde jedoch der finanzielle Aufwand für eine Neukonstruktion zu hoch. Wie lange die bestehende Motorengeneration im Programm bleiben kann, darauf wollte sich Samuelsson nicht festlegen. Man dürfe bis etwa ins Jahr 2023 rechnen.

Dieselverkäufe schrumpfen

Die Verkäufe von Dieselfahrzeugen sind zuletzt angesichts der Debatte um drohende Fahrverbote in Städten teils deutlich zurückgegangen. Autofahrer fürchten, dass sich die Restwerte der Autos bei möglichen Fahrverboten deutlich reduzieren. Die Automobilbranche sucht daher nach Lösungen zur Umrüstung älterer Dieselfahrzeuge, um die geplanten Fahrverbote abzuwenden.

Der Autozulieferer Elringklinger hatte zuletzt auch angesichts des Trends zu Elektromobilität bereits in Aussicht gestellt, dass wohl keine komplett neuen Verbrennungsmotoren mehr entwickelt werden. In den kommenden Jahren dürfte es einige Modifikationen und Optimierungen bei vorhandenen Motoren geben, hatte Elringklinger-CEO Stefan Wolf vor kurzem gesagt. Continental geht bisher auf Basis diverser Kundengespräche davon aus, dass die letzte Generation neuer Verbrennungsmotoren voraussichtlich im Jahr 2023 auf den Markt kommen dürfte.

Volvo will auf die Elektrifizierung der gesamten Modellpalette setzen. Dabei gehe es um sanfte elektrische Unterstützung des Benziners per 48-Volt-Bordnetz, um an der Steckdose aufladbare Plug-in-Hybride und um vollelektrische Fahrzeuge. Ein erstes rein elektrisches Auto will Volvo im Jahr 2019 auf den Markt bringen. Die Schweden haben dabei ein Oberklasseprodukt im Auge.

Das sind die Top-Fusionen der Automobilbranche

  • Peugeot, Citroën, Opel

    Platz 7: Der jüngste Deal: PSA kauft Opel für 1,4 Milliarden Dollar. - Quelle: imma/statista, Bild: Adam Opel AG

  • Geely, Volvo

    Platz 6: Für 1,5 Milliarden Dollar wurde Volvo 2010 an den chinesischen Automobilhersteller Geely verkauft. - Quelle: imma/statista, Bild: Volvo Car Germany

  • Tata, Jaguar Rover

    Platz 5: 2008 entscheidet Ford, seine beiden Marken Jaguar und Land Rover für 2,3 Milliarden Dollar an den indischen Autohersteller Tata zu verkaufen. - Quelle: imma/statista, Bild: Jaguar Land Rover

  • Ford, Land Rover

    Platz 4: 2000 wird Land Rover für 2,7 Milliarden Dollar Teil des Fordkonzerns. - Quelle: imma/statista, Bild: Land Rover

  • Toyota, Daihatsu

    Platz 3: Der drittgrößte Deal der Automobilbranche gelang im Jahre 2016 Toyota. Der Hersteller kaufte Daihatsu für 3,1 Milliarden Dollar. - Quelle: imma/statista, Bild: Toyota Deutschland GmbH

  • Chrysler, Fiat

    Platz 2: 2012 erwirbt Fiat den amerikanischen Automobilhersteller Chrylser für 5,8 Milliarden Dollar. - Quelle: imma/statista, Bild: Fiat Chrysler Automobiles

  • Volkswagen, Porsche

    Platz 1: Der Top Deal der Autobranche: Volkswagen kauft Porsche für 14,4 Milliarden Dollar. - Quelle: imma/statista, Bild: Volkswagen AG