Der weltweit zweitgrößte Lkw-Hersteller verbuchte im zweiten Quartal einen Lkw-Auftragseingang in

Der weltweit zweitgrößte Lkw-Hersteller verbuchte im zweiten Quartal einen Lkw-Auftragseingang in Höhe von 49.551 Fahrzeugen. - Bild: Volvo

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo hat seinen Nettogewinn im zweiten Quartal dank günstiger Währungseffekte und erfolgreich umgesetzter Kosteneinsparungen mehr als verdoppelt.

Im Berichtszeitraum stieg das Ergebnis auf 5,15 Milliarden Schwedische Kronen (umgerechnet rund 553 Millionen Euro) nach 2,47 Milliarden Kronen im Vorjahresquartal, wie das in Göteborg ansässige Unternehmen am Freitag mitteilte.

Beim Sparprogramm sei Volvo auf Kurs, sagte Interimschef Jan Gurander. Das Lkw-Geschäft, das rund zwei Drittel zum Gesamtumsatz von Volvo beiträgt, hatte trotz Umstrukturierungsmaßnahmen jahrelang mit geringer Rentabilität zu kämpfen. Im April gab der Konzern bekannt, dass der CEO einer der rentabelsten Lkw-Hersteller weltweit, der Volkswagen-Tochter Scania, es nun richten soll. Martin Lundstedt wird seinen Posten im Oktober antreten. Bis dahin leitet Volvo-Finanzvorstand Gurander die Geschicke des Konzerns.

Sparprogramm bringt Volvo auf Kurs

Dem Vernehmen nach war Volvo-Aufsichtsratschef Carl-Henric Svanberg zunehmend unzufrieden mit der Entwicklung des Konzerns und schaute sich nach Ersatz für Olof Persson um, weil der vor drei Jahren unter dessen Ägide eingeschlagene Sparkurs nach Auffassung des Aufsichtsrats zu wenig Wirkung zeigte.

Volvos Umsatz im zweiten Quartal stieg im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 84,80 Milliarden Kronen. Der operative Gewinn mehr als verdoppelte sich auf 7,32 Milliarden Kronen. Bereinigt um Umstrukturierungskosten und Einmaleffekte legte der operative Gewinn auf 5,98 Milliarden Kronen von 3,28 Milliarden Kronen im Vorjahr zu, was einer zugrundeliegenden operativen Marge von 7,1 Prozent entspricht. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum lag diese lediglich bei 4,5 Prozent.

Der weltweit zweitgrößte Lkw-Hersteller verbuchte im zweiten Quartal einen Lkw-Auftragseingang in Höhe von 49.551 Fahrzeugen. Das waren 6 Prozent weniger als im Vorjahr, als die Kennzahl noch bei 52.974 Lastkraftwagen lag.

Im zweiten Quartal sei eine allmähliche Nachfrageerholung in Europa spürbar gewesen, wohingegen im starken Nordamerika-Geschäft erste Zeichen eines Rückgangs bemerkbar würden, hieß es. Die Nachfrage in Südamerika und China sei weiterhin rückläufig, asienweit sei sie jedoch weitgehend stabil.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke