Digitale-Innovatoren

Digitale Innovatoren zeigen: Vielfältiger Nutzen der Digitalisierung ist auch heute schon realisierbar

Frankfurt. Eine Mehrheit deutscher Maschinenbauer erwartet eine Stärkung des Produktionsstandortes Deutschland durch eine weitergehende Digitalisierung. Dieser Trend führe auch dazu, dass neue Mitarbeiter eingestellt werden. Trotz dieser positiven volkswirtschaftlichen Sicht ist eine Mehrheit von 62 % der Maschinenbauer der Meinung, dass sie den digitalen Wandel eher vernachlässigt. Das besagt eine neue Studie der Commerzbank, deren Auswertung für den Maschinenbau Produktion exklusiv vorliegt.

Demnach beobachten die meisten Unternehmen zunächst die digitale Entwicklung im Maschinenbau. Sie diskutieren die Entwicklung auf verschiedenen Ebenen, zum Beispiel in Gremien und auf Kongressen. Nur wenn Kunden neue Anforderungen stellen und es eindeutige Trends gibt, reagieren die Maschinenbauer. Insgesamt verhält sich die Mehrheit der Firmen eher passiv und abwartend. Diese Haltung könnte dazu führen, dass im Maschinenbau durch innovative Nischenanbieter die Karten neu gemischt werden. So konkurrieren 27 % der Branchenunternehmen bereits mit derartigen Nischenanbietern. Und 15 % stellen fest, dass branchenfremde Konkurrenten in ihren Markt drängen.

Nur 12 % der 239 befragten Maschinenbauer profitieren der Studie zu Folge verstärkt von digitalen Trends. Diese Vorrreiter, zu denen man Siemens, Bosch und Trumpf zählen kann, setzen in fast allen Handlungsfeldern besonders häufig neue digitale Technologien ein: Sie vernetzen Wertschöpfungsketten, individualisieren Produkte und entwickeln neue Geschäftsmodelle. Die digitalen Innovatoren reagieren auf enge Märkte und neue Nischenanbieter durch ein klares Bekenntnis zu Innovation. Auf dieser Basis entwerfen sie häufig eine klare Wachstumsstrategie.

Geschäftsführer und Produktionsleiter haben großen Respekt vor der Digitalisierung, denn die Anforderungen an das Management bei der digitalen Transformation sind hoch. Der Studie zu Folge müssen die Führungskräfte zunächst die technischen Entwicklungen verstehen. Wichtiger sei es jedoch, die Fülle an Informationen zu filtern und möglichst schnell zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen.

Dabei schauen die digitalen Innovatoren in der Regel “über den Tellerrand”. Diese Maschinenbauer interessieren sich viel häufiger für branchenfremde Entwicklungen und auch für die Lebenswelt von jungen Menschen und Trendsettern. Der neuen Studie der Initiative Unternehmerperspektive zu Folge müssen die Maschinenbauer frühzeitig eigene Erfahrungen machen, um digitale Potenziale zu prüfen und zu nutzen.

Gunnar Knüpffer

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