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Bayer hat sich vor der Monsanto-Übernahme ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt. - Bild: Bayer

"Für die mittelfristige Entwicklung von Bayer sind wir optimistisch und haben uns entsprechend ambitionierte Ziele gesetzt", sagte Vorstandsvorsitzender Werner Baumann auf einer Investorenkonferenz.

Besonders hohe Umsatz- und Margenzuwächse erwartet Bayer in der Pharmasparte Pharmaceuticals. Für die neueren Pharmaprodukte hat Bayer jetzt das jährliche Spitzenumsatzpotenzial auf mehr als 10 Milliarden Euro angehoben. Bislang waren mindestens 7,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt worden. Auch in der Agrarchemie strebt der Konzern nach Abschluss der geplanten Übernahme von Monsanto eine deutliche Margensteigerung an. Des Weiteren sieht Bayer für das Geschäft mit rezeptfreien Mitteln und die Tiergesundheitssparte gute Aussichten.

Im Geschäft mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln (Pharmaceuticals) will Bayer bis Ende 2018 ein jährliches durchschnittliches Umsatzwachstum von circa 6 Prozent erzielen - bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte. Im Jahr 2015 lag der Umsatz der Division einschließlich des Radiology-Geschäfts bei 15,3 Milliarden Euro.

Die um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA-Marge von Pharmaceuticals soll 2018 zwischen 32 und 34 Prozent liegen, nach 30,1 Prozent im Vorjahr. Auch für die Zeit nach 2018 ist Bayer für die Sparte zuversichtlich. Sechs weitere Produktkandidaten befänden sich in der Pharmaceuticals-Pipeline mit einem Spitzenumsatzpotenzial von insgesamt mindestens 6 Milliarden Euro, hieß es.

Bei den rezeptfreien Gesundheitsprodukten (Consumer Health) will Bayer bis Ende 2018 bereinigt ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent erreichen, nach 6,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Die bereinigte EBITDA-Marge soll 2018 bei etwa 25 Prozent liegen, nach 24 Prozent in 2015.

Das Agrargeschäft (Crop Science) soll in den kommenden Jahren - unter Einbeziehung der vereinbarten Übernahme von Monsanto - jährlich ein bereinigtes durchschnittliches Umsatzwachstum über dem Marktwachstum erzielen. Im Kalenderjahr 2015 betrug der kombinierte Pro-forma-Umsatz der Division Crop Science und von Monsanto 23,1 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge des kombinierten Agrargeschäfts soll nach dem dritten Jahr ab Abschluss der Transaktion mehr als 30 Prozent erreichen, nach pro forma circa 27 Prozent im Vorjahr.

Bayer und Monsanto hatten am 14. September eine bindende Fusionsvereinbarung unterzeichnet, die Bayer die Übernahme von Monsanto für 128 US-Dollar je Aktie in bar ermöglicht. Die Transaktion unterliegt üblichen Vollzugsbedingungen, einschließlich der Zustimmung durch die Monsanto-Aktionäre zur Fusionsvereinbarung und aller notwendigen behördlichen Freigaben. Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende 2017 erwartet.