Bilfinger, Rotterdam

Altprojekte belasten das Ergebnis von Bilfinger. - Bild: Bilfinger

In der Summe ergäben sich allerdings keine negativen Auswirkungen auf Konzernergebnis und Liquidität, da aus dem Projekt Doha Expressway in Katar, ein Bilfinger zustehender Betrag von rund 60 Millionen Euro auf ein Joint-Venture-Konto eingezahlt worden sei. Dies wirke sich in voller Höhe positiv auf das Ergebnis aus nicht fortzuführenden Aktivitäten aus, hieß es in einer Mitteilung.

Für das Gesamtjahr 2017 erwartet das Unternehmen allerdings anstelle des bisher prognostizierten Margenanstiegs um rund 100 Basispunkte nur noch ein ausgeglichenes bereinigtes EBITA. Im Segment Engineering & Technologies werde sich aufgrund der oben genannten Projektvorsorgen das bereinigte EBITA auf Vorjahresniveau bewegen.

Der Vorstand gehe jedoch davon aus, dass für die Risiken aus Altprojekten damit ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen sei, hieß es weiter. Der Ausblick 2017 für Konzernleistung und -auftragseingang wurde bestätigt. Die Mittelfristziele blieben zudem unverändert. Auch soll das angekündigte Aktienrückkaufprogramm im Herbst dieses Jahres wie geplant beginnen.

Die Bilfinger-Aktie reagierte im nachbörslichen Handel mit Abschlägen auf die Nachricht. Bei Lang & Schwarz wurden die Titel mit 33,90 Euro gestellt, ein Minus von 1,4 Prozent. Im Tief war es schon bis auf 33 Euro nach unten gegangen, so ein Händler.