Vossloh will sich von der Transportation-Sparte, die zuletzt einen Umsatz von 455 Millionen Euro

Vossloh will sich von der Transportation-Sparte, die zuletzt einen Umsatz von 455 Millionen Euro erzielt hatte, trennen. - Bild: Vossloh

Der Eisenbahntechnikkonzern Vossloh führt nach Angaben von Finanzvorstand Oliver Schuster erste Sondierungsgespräche über den geplanten Verkauf des Transportation-Geschäfts.

“Das Interesse war von Anfang an sehr groß”, sagte Schuster der Börsen-Zeitung. Es gebe Interessenten für den ganzen Geschäftsbereich und solche, die nur Teile davon haben wollten.

Vossloh hatte im Dezember im Zuge der neuen Strategie angekündigt, sich von der Transportation-Sparte, die zuletzt einen Umsatz von 455 Millionen Euro erzielt hatte, zu trennen. Nach Angaben von Schuster sollen die Aktivitäten, zu denen auch das Lokomotivwerk in Kiel gehört, in einen größeren Verbund eingebracht werden.

“Wir werden Kiel nicht an irgendeinen Finanzinvestor verkaufen, der das Unternehmen zerschlägt, die Produktion schließt und dann die Patente verkauft. Das ist mit uns nicht zu machen”, stellte der Finanzchef klar.

Die bei Vossloh verbleibenden Kerngeschäfte haben nach Worten von Schuster alle das Potenzial, eine prozentual zweistellige Marge zu erzielen. Diese würden sie zumindest langfristig auch erreichen, sagte er und bekräftigte zugleich, dass Vossloh zur Stärkung des Kerngeschäfts “punktuell auch auf dem M&A-Markt zuschlagen” werde.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke