Hans Dieter Pötsch, VW

Soll Firmenjets des VW-Konzerns für private Reisen genutzt haben: VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch

Die Zeitung beruft sich auf ihr vorliegende konzerninterne Unterlagen. Aus diesen gehe hervor, dass Pötsch allein im Jahr 2013 auf 61 Flüge im Firmenjet gekommen sei, die als "private Nutzung" eingestuft wurden.

Wie aus den vertraulichen Unterlagen weiter hervorgehe, kostete VW eine Flugstunde des Jets Dassault F900 insgesamt 11.153 Euro. Vorständen wie Pötsch habe das Unternehmen aber lediglich den Lufthansa-Tarif berechnet. Im Jahr 2013 etwa habe Pötsch nur rund 900 Euro pro Flugstunde zahlen müssen.

Wie es in dem BamS-Bericht weiter heißt, beendete Anfang 2014 der damalige Aufsichtsratschef Ferdinand Piech die Privatreisen auf Konzernkosten und forderte von fünf Vorständen insgesamt 2,15 Millionen Euro zurück. Im Fall Pötsch habe die Summe 531.310 Euro betragen. Im Herbst 2015 stieg Pötsch dann zum Chefkontrolleur beim Autobauer auf.

Auf BamS-Anfrage betonte ein VW-Sprecher, alles sei rechtlich und steuerlich korrekt abgelaufen. Das bestätige auch ein Gutachten, das vom Konzern in Auftrag gegeben wurde. Pötsch und die übrigen Vorstände hätten freiwillig die Flugkosten nachgezahlt.