VW Matthias Müller

Müller sprach sich gegen "Zwangsmaßnahmen zur Mobilitätsbeschränkung" aus, zu denen er schärfere Umweltzonen und Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zählt. - Bild: VW

Es brauche ein "stimmiges Gesamtpaket", um der Elektromobilität zum Erfolg zu verhelfen, sagte er bei einem Gespräch mit Bürgermeistern und Vertretern der Bundesregierung am Montag in Hamburg. Dazu gehöre etwa eine gut ausgebaute Lade-Infrastruktur.

"Die Zeit drängt", warnte Müller laut Redeauszügen, die Dow Jones Newswires vorliegen. Entweder fänden Politik und Industrie gemeinsam Lösungen "oder man wird uns Lösungen von außen diktieren". Dafür blieben "vielleicht noch zwei Jahre", sagte der Vlkswagen-Chef. Müller sprach sich zugleich gegen "Zwangsmaßnahmen zur Mobilitätsbeschränkung" aus. Dazu zählte er schärfere Umweltzonen und Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Individuelle Mobilität bleibe "Grundbedürfnis vieler Menschen", sagte der Volkswagen-Chef.

Ungeachtet der Abgasmanipulationen durch Volkswagen-Mitarbeiter sagte Müller, der größte Autokonzern Europas sei sich seiner Verantwortung für "Gesundheitsschutz, Lebensqualität und Nachhaltigkeit" bewusst.

Müller, Daimler-Chef Dieter Zetsche und BMW-Vorstandsvorsitzender Harald Krüger treffen sich nach Angaben von Brancheninsidern am Dienstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin, um über eine Förderung von Elektroautos zu beraten. Im Gespräch ist nach den Angaben der informierten Personen unter anderem eine Kaufprämie in der Höhe von mehreren Tausend Euro. Nach den Vorstellungen von Politikern soll der Betrag teils aus Steuergeldern und teils aus der Industrie stammen. Thema des Treffens soll zudem der Bau Tausender neuer Ladesäulen sein.