Matthias Müller

Volkswagen will bei der Aufarbeitung des Abgas-Skandals Mitte Dezember einen Zwischenbericht vorlegen. Das kündigte VW-Chef Matthias Müller am Montagabend in Wolfsburg an. - Bild: Porsche

Abschließende Erkenntnisse würden erst in einigen Monaten vorliegen, geht aus einer Rede von Matthias Müller hervor, die Dow Jones Newswires in Auszügen vorliegt. Denn es handele sich um sehr komplexe Vorgänge, die zum Teil lange Zeit zurücklägen.

Bis Ende des Monats will VW dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) die technische Umsetzung aller Maßnahmen zur Lösung im Zuge der Manipulationen an Diesel-Fahrzeugen im Einzelnen vorlegen. Für über 90 Prozent der Konzernfahrzeuge in Europa seien die Lösungen inzwischen bestätigt, geht aus der Rede von Müller hervor. Der Aufwand für die Nachrüstung sei "technisch, handwerklich und finanziell überschaubar", so Müller in seiner Rede vor rund 1.000 Führungskräften in Wolfsburg.

Der Manager erklärte zudem, dass der Konzern Eckpfeiler seiner "Strategie 2025" Mitte nächsten Jahres vorstellen wolle. In einem ersten Schritt hatte VW dabei drei strategische Fokusthemen definiert: Digitalisierung, Integrität & Recht sowie Nachhaltigkeit.

Zu den technischen Lösungen detaillierte Müller, dass beim 2-Liter-TDI ein Software-Update ausreiche, dem das KBA bereits zugestimmt habe. Ähnlich sehe es beim 1,2-Liter-TDI aus. Beim 1,6-Liter-TDI seien neben einer aktualisierten Software auch Hardware-Maßnahmen erforderlich.