Martin Winterkorn

VW-Chef Winterkorn bleibt trotz des Skandals um manipulierte Abgaswerte im Amt. Er entschuldigte sich für das Fehlverhalten und versprach Aufklärung. - Bild: VW

"Auch ich habe zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Antworten auf alle Fragen", sagte Winterkorn in einem Videostatement. Aber man sei dabei, "die Hintergründe schonungslos aufzuklären".

Dazu komme in diesen Stunden "alles auf den Tisch", sagte der Konzernchef. Die Unregelmäßigkeiten widersprächen allem, wofür VW stehe. Die schnelle und umfassende Aufklärung der Manipulation habe "höchste Priorität". Dabei arbeite man mit allen staatlichen Stellen und Behörden zusammen.

Solche Manipulationen dürfe es nie wieder geben, sagte der Manager weiter. Für die Fehler einiger Weniger dürfe nicht die gesamte Mannschaft von 600.000 Mitarbeitern bei Volkswagen bestraft werden.

Der Skandal um manipulierte Abgastests hatte in den vergangenen Tagen immer weitere Kreise gezogen. Behörden weltweit forderten Aufklärung und kündigten eigene Untersuchungen an. Politiker zeigten sich enttäuscht und forderten Klarheit.

Am Dienstagmittag veröffentlichte VW in diesem Zusammenhang eine Gewinnwarnung und kündigte an, im dritten Quartal rund 6,5 Milliarden Euro zurückstellen zu müssen. Die Rufe nach personellen Konsequenzen wurden deshalb immer lauter.

Am Mittwoch berät das Präsidium des VW-Aufsichtsrats in einer Sondersitzung über den Skandal. Am Freitag will der Aufsichtsrat über die Vertragsverlängerung von Winterkorn als Vorstandschef bis Ende 2018 abstimmen.

Video-Statement von Martin Winterkorn

Quelle: Youtuve/Volkswagen Group