Volkswagen

Volkswagen-Mitarbeiter, die ihr Wissen um die Abgasmanipulationen preisgeben, müssen weder die Kündigung noch Schadensersatzforderungen befürchten. Andere Schritte behält sich VW allerdings vor. - Bild: Volkswagen

Das geht aus einem Schreiben hervor, mit dem der Chef der Marke Volkswagen, Herbert Diess, das Programm im Intranet des Unternehmens erklärt.

Volkswagen-Mitarbeiter, die ihr Wissen um die Abgasmanipulationen preisgeben, müssen laut dem Brief zwar weder die Kündigung noch Schadensersatzforderungen befürchten. "Andere Schritte wie Versetzungen oder das Ändern von Verantwortungsbereichen bleiben allerdings vorbehalten", heißt es in dem Text, den Dow Jones Newswires eingesehen hat, weiter.

Aufklärung soll beschleunigt werden

Volkswagen verspricht sich von dem Amnestieprogramm laut dem am Donnerstag im internen Computernetz des Konzerns veröffentlichten Schreiben, die Aufklärung zu beschleunigen. "Zur Diesel- und CO2-Thematik habe ich unseren Kunden, den Behörden, unseren Investoren, der Öffentlichkeit und Ihnen eine vollständige und schnellstmögliche Aufklärung zugesichert", schreibt Markenchef Diess in dem Brief an die Belegschaft. Und weiter: "Dabei zählt jeder Tag."

Offenkundig aus dem Grund ist das Amnestieprogramm, das Volkswagen selbst als "Kooperationsprogramm" bezeichnet, bis Ende November befristet. Das Versprechen, weder gekündigt noch auf Schadensersatz verklagt zu werden, richtet sich zudem nur an die nach Tarif bezahlten Mitarbeiter, also nicht an Beschäftigte in höheren Führungspositionen.

Volkswagen weist die eigenen Mitarbeiter in dem Schreiben zudem darauf hin, dass die an den Manipulationen Beteiligten unter Umständen mit Behördenermittlungen rechnen müssen. Dies könne das Unternehmen nicht beeinflussen, heißt es in dem Text. Volkswagen werde gegenüber den Ermittlern allerdings auf die Kooperationsbereitschaft einzelner Mitarbeiter hinweisen.