Pötsch Müller VW

Der Abgasskandal kann für den Wolfsburger Autobauer Volkswagen um Aufsichtsratschef Pötsch und Vorstandschef Müller richtig teuer werden. - Bild: VW

Das sagten zwei mit dem Plan vertraute Personen am Mittwoch in Gesprächen mit Dow Jones Newswires. Die Insider bestätigten damit entsprechende Erwartungen von Analysten und einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.

Bislang hat Volkswagen berichtet, Rückstellungen im Umfang von 6,7 Milliarden Euro im Zusammenhang mit dem Abgasskandal gebildet zu haben. Nach Einschätzung von Analysten dürften die Kosten für Rückrufe, Schadensersatz und Strafen letztlich aber wesentlich höher ausfallen. Der Branchenexperte Arndt Ellinghorst von Evercore ISI etwa rechnet mit Kosten von insgesamt rund 30 Milliarden Euro.

Mögliche Kosten von insgesamt rund 30 Milliarden Euro

Die nun vorgesehenen zusätzlichen Rückstellungen wird Volkswagen den Angaben zufolge in die Geschäftszahlen für das vierte Quartal des vergangenen Geschäftsjahres einfließen lassen. Auf die genaue Höhe der Risikovorsorge haben Volkswagens Verhandlungen mit US-Behörden und möglichen Geschädigten über Strafen, Entschädigungen und Rückrufaktionen im Abgasskandal Einfluss.

Nach Angaben von Insidern kämpft der Autokonzern über eine weitreichende Einigung in der US-Auseinandersetzung bis zu einer gerichtlichen Anhörung, die am Donnerstag um 17 Uhr deutscher Zeit beginnen soll.