VW Werk Wolfsburg

Aktuell stehen unter anderem im VW-Werk Wolfsburg die Bänder still. - Bild: Volkswagen

Wie "Spiegel Online" berichtet hat die Bundesregierung Volkswagen sowie die Prevent-Gruppe zu einer schnellen Verhandlungslösung aufgerufen. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums erklärte: Es gehe um tausende Arbeitsplätze, die von Kurzarbeit betroffen sein könnten.

Deshalb hätten die Unternehmen eine "hohe Verantwortung", ihre Probleme "konstruktiv wie möglich anzugehen". Daher erfolge ein "Appell" an die Firmen, "das auch voranzutreiben".

Derweil steht unter anderem die Produktion des Golf in Wolfsburg still. Im Werk Emden, wo der Passat von den Bändern läuft, hatte die Belegschaft schon in den vergangenen Tagen weniger gearbeitet. Dort wurde für Tausende Beschäftigte bereits Kurzarbeit angemeldet.

Hintergrund des Konflikts ist der Streit um Lieferverträge. Die beiden sächsischen Zulieferer verlangen Schadenersatz in Höhe von 50 bis 60 Millionen Euro für die angeblich frist- und grundlose Kündigung von Aufträgen durch VW und Porsche. Einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge hat Volkswagen für diese Woche zahlreiche Zulieferer zu Gesprächen nach Wolfsburg eingeladen.

Streit um Lieferverträge

Indessen hat das Landgericht Braunschweig hat eine einstweilige Verfügung erlassen. Die Prevent-Gruppe ist eigentlich dazu verpflichtet, ihre Lieferungen an Volkswagen wieder aufzunehmen. Laut Angaben des Wolfsburger Autobauers ist der Zulieferer dieser Verpflichtung nicht nachgekommen.

Gleichwohl versuche der OEM weiterhin, eine Einigung mit den Lieferanten herbeizuführen. Da die weitere Entwicklung nicht absehbar sei, hat Volkswagen laut eigenen Angaben Flexibilisierungsmaßnahmen bis hin zu Kurzarbeit vorbereitet.

Das sind die Folgen für die VW-Werke

  • Wolfsburg: Teilbereiche der Produktion: Golf-Fertigung, 22. bis 27. August, betroffene Mitarbeiter: rund 10.000. – Bild: Volkswagen

    Wolfsburg: Teilbereiche der Produktion: Golf-Fertigung, 22. bis 27. August, betroffene Mitarbeiter: rund 10.000. – Bild: Volkswagen

  • Emden: Passat-Fertigung, 18. bis 24. August, betroffene Mitarbeiter: rund 7.500. – Bild: Volkswagen

    Emden: Passat-Fertigung, 18. bis 24. August, betroffene Mitarbeiter: rund 7.500. – Bild: Volkswagen

  • Zwickau:  Golf- und Passat-Fertigung, 22. bis 26. August, betroffene Mitarbeiter: rund 6.000. – Bild: Volkswagen

    Zwickau: Golf- und Passat-Fertigung, 22. bis 26. August, betroffene Mitarbeiter: rund 6.000. – Bild: Volkswagen

  • Kassel: Teilbereiche der Getriebe- und der Abgasanlagenfertigung, 25. bis 29. August, betroffene Mitarbeiter: rund 1.500. – Bild: Volkswagen

    Kassel: Teilbereiche der Getriebe- und der Abgasanlagenfertigung, 25. bis 29. August, betroffene Mitarbeiter: rund 1.500. – Bild: Volkswagen

  • Salzgitter: Teilbereiche der Motorenfertigung, 24. bis 30. August, betroffene Mitarbeiter: rund 1.400. – Bild: Volkswagen

    Salzgitter: Teilbereiche der Motorenfertigung, 24. bis 30. August, betroffene Mitarbeiter: rund 1.400. – Bild: Volkswagen

  • Braunschweig: Teilbereiche der Fahrwerkteile- sowie Kunststoffteilefertigung, 22. bis 29. August, betroffene Mitarbeiter: rund 1.300. – Bild: Volkswagen

    Braunschweig: Teilbereiche der Fahrwerkteile- sowie Kunststoffteilefertigung, 22. bis 29. August, betroffene Mitarbeiter: rund 1.300. – Bild: Volkswagen