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Volkswagen verhandele derzeit noch mit dem US-Justizministerium und strebe eine Einigung noch unter der Verwaltung des scheidenden Präsidenten Barack Obama an, der sein Amt am 20. Januar an seinen Nachfolger Donald Trump übergibt. - Bild: Pixabay

VW-Markenchef Herbert Diess sagte am Sonntagabend in Detroit im Vorfeld der Autoshow, "wir können zur Zeitschiene zwar keinen Kommentar abgeben, doch wir hoffen, dass es so schnell wie möglich passiert". Volkswagen hatte bereits Zivilklagen mit Verbrauchern, Regulierern, dem Generalstaatsanwalt und Händlern beigelegt und muss dafür möglicherweise 17 Milliarden US-Dollar bezahlen.

Das Wall Street Journal hatte von informierten Personen vor einigen Tagen erfahren, dass der Konzern in den USA offenbar kurz vor der Einigung mit der US-Justizbehörde stehen soll. Schon in dieser könne die Einigung kommen, berichteten mehrere Informanten. Im Gegenzug müsse der Autobauer Strafen in Milliardenhöhe schultern

Volkswagen verhandele derzeit noch mit dem US-Justizministerium und strebe eine Einigung noch unter der Verwaltung des scheidenden Präsidenten Barack Obama an, der sein Amt am 20. Januar an seinen Nachfolger Donald Trump übergibt. Beide Seiten bemühten sich um eine Beschleunigung der Gespräche, berichten die Informanten. Sollte das nicht gelingen, müsste der Autobauer zunächst abwarten, bis sich neue hochrangige Ermittler in den Fall eingearbeitet haben.

Der VW-Manager Diess sagte auf einer Veranstaltung, auf dem der Konzern ein neuen Stadtgeländewagen präsentierte, weiter, "dass was wir getan haben war falsch und ein großer Fehler für Volkswagen". Der Konzern habe daran gearbeitet, das Vertrauen der US-Kunden zurück zu gewinnen. Auf die Frage, ob Volkswagen nochmals Dieselfahrzeuge auf dem US-Markt anbieten wird, erklärte er, "ich würde es nicht völlig ausschließen, doch gegenwärtig haben wir keine Pläne".