Volkswagen Chattanooga

Im US-Werk des Volkswagen-Konzerns soll darüber abgestimmt werden, ob die Gewerkschaft US-Labor-Board künftig die rund 160 Fachkräfte vertreten wird. - Bild: Volkswagen

Das Unternehmen hat eine Entscheidung des US-Labor-Board angefochten, durch die die Gewerkschaft ein Verhandlungsmandat für besonders ausgebildete Fachkräfte in der VW-Fabrik in Tennessee erlangen würde.

Im Kern geht es darum, dass Spezialkräfte in der Fabrik nach dem Willen des Labor Board diese Woche über eine gewerkschaftliche Vertretung abstimmen sollen. Doch in einer Abstimmung unter so gut wie allen Mitarbeitern im einzigen US-Werk von VW hatten sich im vergangenen Jahr die Beschäftigten gegen eine Vertretung durch die United Auto Workers ausgesprochen.

Die neue Abstimmung soll noch diese Woche für die rund 160 Spezialkräfte - darunter beispielsweise Elektriker - stattfinden. Sie machen aber nur einen Bruchteil der insgesamt 2.500 Angestellten in Chattanooga aus. Üblicherweise sind sie besser ausgebildet und erhalten höhere Löhne als die Arbeiter in der Fertigung. VW argumentiert: Die Belegschaft solle nicht geteilt werden. Sie sei ein integriertes Team.

Mit einer Anfechtung des Entscheids des Labor Boards versucht VW, die Abstimmung unwirksam zu machen. Sollte die Wahl aber trotzdem Bestand haben, könnten die Spezialkräfte über höhere Löhne und Privilegien verhandeln.

Anfang 2014 hatte die Gewerkschaft knapp die Abstimmung verloren, mit der sie die gesamte Belegschaft im VW-Werk vertreten wollte.