VW, Werk, Algerien

Am neuen algerischen VW Standort können täglich 200 Fahrzeuge produziert werden. - Bild: VW

In Anwesenheit des algerischen Handelsministers, Vertretern der deutschen, spanischen und tschechischen Botschaften fand die feierliche Eröffnungszeremonie in Relizane, 280 Kilometer südwestlich von Algier, statt. In dem Montagewerk können täglich bis zu 200 Fahrzeuge der Modelle Volkswagen Golf, Volkswagen Caddy, Seat Ibiza und Skoda Octavia gefertigt werden. Ab 2018 wird die lokale Fertigung um die Modelle Volkswagen Polo und Skoda Fabia erweitert.

Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen und Mitglied des Konzernvorstands der Volkswagen AG, sagte: „Der afrikanische Kontinent bietet große Wachstumschancen für den Volkswagen Konzern. Mit dem neuen Werk in Algerien bauen wir gemeinsam mit unserem Partner SOVAC die Präsenz der Konzernmarken in Nordafrika aus. Wir bringen modernste Spitzentechnologie nach Afrika, allen voran mit dem Volkswagen Golf. Die Marke Volkswagen wird auch in Afrika eine neue, große Erfolgsstory schreiben.“

Hauptinvestor ist die SOVAC S.P.A., die als Mehrheitseigner auch den Geschäftsführer der SOVAC Production S.P.A. stellt. Der Volkswagen Konzern hält einen Minderheitsanteil am Gemeinschaftsunternehmen. Nach der Vertragsunterzeichnung im November 2016 und nur 200 Tagen Bauzeit wurde die SOVAC Production S.P.A, eine Mehrmarkenfabrik mit vier Montagelinien, heute eröffnet. Die kurze Bauzeit konnte aufgrund enger Zusammenarbeit zwischen den Marken des Volkswagen Konzerns und SOVAC realisiert werden, wie VW erklärte.

"Der afrikanische Kontinent bietet große Wachstumschancen für den Volkswagen Konzern." - Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen 

Mourad Oulmi, Vorstandsvorsitzender der SOVAC S.P.A., sagte: „Wir sind sehr stolz auf unsere Partnerschaft mit dem größten Automobilhersteller der Welt. Seit mehr als zehn Jahren sind wir der offizielle Vertreter des Volkswagen Konzerns in Algerien. Heute beginnt für unsere Partnerschaft eine neue Ära. SOVAC Production ist von nun an ein Teil des Konzerns und zusammen werden wir ein Industrienetzwerk schaffen, in dem neben der Fahrzeugproduktion eine Lieferantenstruktur aufgebaut wird, die die Anforderungen der lokalen Fertigung erfüllt.“

Luca de Meo, Vorstandsvorsitzender von Seat, sagte: „Die Fertigung in Algerien ist ein Meilenstein für Seat. Zum ersten Mal in der Geschichte unserer Marke bauen wir Fahrzeuge außerhalb von Europa. Eines unserer Ziele ist die Marke weiter zu internationalisieren und Nordafrika bietet sich für diesen Schritt an. Es gibt keinen besseren Markt als Algerien, keinen besseren Partner als SOVAC und kein besseres Fahrzeug als den Ibiza, um damit zu beginnen. Der Ibiza ist ein Bestseller in Algerien und die Montage in der neuen Fabrik wird uns helfen unsere Verkäufe erheblich zu steigern. Das ist eine gute Nachricht für Algerien, Seat und den Volkswagen Konzern. Es ist für Seat eine Ehre dieses Konzernprojekt zu leiten, auch in Bezug auf das Produktionsvolumen.“

Schulung algerischer Mitarbeiter

Um einen konzernweiten Qualitätsstandard zu gewährleisten, wurden die algerischen Mitarbeiter in den Bereichen Produktion, Logistik und Qualitätssicherung vor Ort von Experten der Konzernmarken geschult. Zudem durchliefen algerische Führungskräfte ein mehrmonatiges Qualifizierungsprogramm in den Produktionsstandorten der Marken. Das sogenannte „Train the trainer“-Programm qualifiziert praxisnah Meister und Führungskräfte, ihren Mitarbeitern standardisierte Handlungsabläufe zu erklären und diese mit ihnen zu trainieren. Aktuell arbeiten 550 Mitarbeiter in der neuen Fabrik. Langfristig können bis zu 1.800 Arbeitsplätze im Werk in Relizane geschaffen werden. Weitere Arbeitsplätze werden bei Lieferanten und Logistikdienstleistern entstehen.

Bernhard Maier, Vorstandsvorsitzender Skoda, sagte: „Die Märkte in Nordafrika, einschließlich Algerien verfügen über enormes Wachstumspotential. Daher freuen wir uns sehr, mit der Produktion der ersten Skoda Fahrzeuge auf dem afrikanischen Kontinent beginnen zu können, gemeinsam mit unserem Partner SOVAC und anderen Marken des Volkswagen Konzerns. Wir sind davon überzeugt, dass wir durch diese Maßnahme unsere Präsenz in dieser Region stärken können.“

Erschließung neuer Märkte

Dr. Josef Baumert, Produktions- und Logistikvorstand Volkswagen Nutzfahrzeuge, sagte: „Es freut uns, mit unserem Partner SOVAC S.P.A. hier die Caddy-Fertigung aufzunehmen. Sie erfolgt nach den gleichen hohen Volkswagen-Standards wie in allen unseren Fabriken weltweit. Das sichert die Produktqualität, die der Kunde mit uns verbindet. Mit der neuen Fertigung hier in Relizane erschließen wir uns weitere Märkte und schaffen vor Ort Arbeitsplätze.“

Bereits 1952 exportierte Volkswagen die ersten Fahrzeuge in geringen Stückzahlen von Deutschland nach Algerien. Anfang der siebziger Jahre erhöhte sich die Zahl der exportieren Modelle auf einige Tausend Fahrzeuge im Jahr. Seit 2001 ist SOVAC Vertriebspartner in Algerien für die Marke Volkswagen. Später kamen sukzessive Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Seat, Skoda und Porsche hinzu. Das Händlernetz von SOVAC für den Volkswagen Konzern umfasst in Algerien rund 90 Händlerbetriebe mit mehr als 1.600 Mitarbeitern.  Im Jahr 2015 lieferten die Händler der SOVAC-Gruppe rund 30.000 Volkswagen Konzern Fahrzeuge an Kunden in Algerien aus.

Mit Material von Volkswagen