Das Sondertreffen in Salzburg hatte heute gegen 15.00 Uhr begonnen und sich länger hingezogen als

Das Sondertreffen in Salzburg hatte heute gegen 15.00 Uhr begonnen und sich länger hingezogen als zunächst angenommen. Mit von der Partie war auch VW-Chef Martin Winterkorn. - Bild: VW

Für Donnerstag war ein Treffen mehrerer Mitglieder des Aufsichtsrats angesetzt, um über die Zukunft von Vorstandschef Martin Winterkorn zu beraten, wie Informanten sagten.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch war Ende der vergangenen Woche von dem Vorstandsvorsitzenden abgerückt. “Ich bin auf Distanz zu Winterkorn”, hatte er dem Spiegel gesagt und damit Spekulationen über einen schnellen Abgang des Konzernchefs ausgelöst. Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen, das Großaktionär bei Volkswagen ist, kritisierten Piëchs Aussage und demonstrierten Unterstützung für Winterkorn.

Die Familien Piëch und Porsche verfügen bei Volkswagen über eine Mehrheit der Stimmrechte. In der Vergangenheit handelten sie üblicherweise gemeinsam. Über Piëchs Äußerung zeigte sich Wolfgang Porsche, der die Porsche-Familie vertritt, aber erstaunt. Er ließ die Aussage als “Privatmeinung” abtun.

Winterkorn war bei den Beratungen am Donnerstag wohl auch selbst zugegen. Das legt seine Absage nahe, an einer Klausurtagung mit Politikern von SPD und Union teilzunehmen. Der parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Bundestagsfraktion, Michael Grosse-Brömer, sagte, er gehe davon aus, dass Winterkorn stattdessen an der Sondersitzung von Mitgliedern des Volkswagen-Aufsichtsrats teilnimmt.

Dow Jones Newswires/Guido