Automarkt

In den USA brachen die Absatzzahlen von Volkswagen of America im November im Zuge des Abgasskandals um fast ein Viertel ein. - Bild: chris-m - Fotolia.com

Im November gingen die Pkw-Neuzulassungen bei VW um zwei Prozent auf 57.923 Fahrzeuge zurück, wie das Kraftfahrt-Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Dennoch habe VW mit 21,3 Prozent erneut den größten Neuzulassungsanteil ausgewiesen. Bei der Konzerntochter Porsche ging die Zahl um 0,4 Prozent auf 1.958 Fahrzeuge zurück. Der Gesamtmarkt legte indes im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,9 Prozent auf 272.377 neu zugelassene Autos zu.

Mit einem Anteil von 66,4 Prozent zeigten die gewerblichen Neuzulassungen ein Plus von 7,6 Prozent, der Anteil der privaten Zulassungen lag mit 33,6 Prozent sogar um 11,7 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Insgesamt wurden in den ersten elf Monaten über 2,9 Millionen fabrikneue Pkw zugelassen.

Deutsche Marken zeigten sich überwiegend im Plus. Smart verzeichnete mit 68 Prozent den stärksten Anstieg, darauf folgten Ford mit 22,6 Prozent, Mini mit 16,4 Prozent und Mercedes mit 13,6 Prozent.

Zuwächse gab es auch bei den meisten Importmarken. Mitsubishi legte um 45,8 Prozent zu, gefolgt von Land Rover mit 44,2 Prozent und Mazda mit 31,9 Prozent. Zweistellige Verluste wiesen Lancia mit 96,2 Prozent und Alfa Romeo mit 15,2 Prozent auf. Die anteilsstärksten Importmarken waren erneut Skoda mit 5,9 Prozent und Renault mit 4,1 Prozent.

Wissmann: "Weg wird steiniger"

Am Vortag hatte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, bei der VDA-Jahresabschluss-Pressekonferenz in Berlin erklärt, dass sich das Automobiljahr 2015 trotz zahlreicher Turbulenzen in stabiler Aufwärtsbewegung gezeigt habe. Der Pkw-Weltmarkt 2016 könne nach VDA-Erwartung um zwei Prozent auf 78,1 Millionen Einheiten zulegen. Der Weg werde allerdings "steiniger". Auch den Dieselskandal sprach er an. Der Missbrauch habe Vertrauen gekostet - in das betroffene Unternehmen, in die gesamte Branche und nicht zuletzt in die Dieseltechnologie. Allerdings wehre sich der VDA "gegen jeden Versuch, Automobilindustrie und Diesel unter Generalverdacht zu stellen". Der Diesel sei "kein Auslauflaufmodell", ganz im Gegenteil: Er sei notwendig zur Erreichung der CO2-Ziele, da er 20 Prozent weniger Kraftstoff als ein Benziner verbrauche.

In den USA brachen die Absatzzahlen von Volkswagen of America im November im Zuge des Abgasskandals um fast ein Viertel ein. Der Autobauer verkaufte im Berichtszeitraum 24,7 Prozent weniger Fahrzeuge in den USA als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, nämlich lediglich 23.882 Fahrzeuge. Auch hier lief die Entwicklung gegen den allgemeinen Markttrend, allerdings fiel das Urteil der Kunden noch um einiges härter aus.