Bis 2020 könnte Volkswagen laut seinen eigenen Plänen 70 Werke betreiben, davon zwei neu zu

Bis 2020 könnte Volkswagen laut seinen eigenen Plänen 70 Werke betreiben, davon zwei neu zu errichtende Standorte in China (Bild: Volkswagen).

WOLFSBURG (Dow Jones/ks)–Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn sagte “Automotive News Europe” in einem am Wochenende veröffentlichten Interview, dass dabei im Wachstumsmarkt China mehr als zwei zusätzliche Werke denkbar seien.

In sieben Jahren will der Konzern nach seinen Worten “um die 70 Werke betreiben”. Derzeit sind es für die zehn Konzernmarken 62, von denen 40 in Europa liegen. Grundsätzlich wolle VW dort produzieren, wo sich die Nachfrage befinde. Winterkorn: “Aus diesem Grund haben wir in den letzten Jahren neue Werke in Russland, Indien und den USA gebaut.”

Das größte Wachstum erwartet Winterkorn in China: “Hier wird der Gesamtmarkt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge absolut gesehen am stärksten steigen.” Hier rechnet er mit über 50% Wachstum auf über 28 Mio Einheiten bis 2018. Daher seien in China mehr als zwei zusätzliche Werke denkbar sind. “In China haben wir die Mittel für zwei Werke in Foshan und Yizheng bis 2013 freigegeben. Wenn der Markt dort weiterhin so wächst, sind weitere Standorte denkbar.”

Gleichzeitig betonte der Manager, dass die deutschen und europäischen Standorte “das Rückgrat für den Erfolg” bleiben werden. “Deshalb investieren wir dort bewusst in neue Technologien und Kapazitäten.” Eines der acht zusätzlichen Werke wird zudem in den USA oder Mexiko stehen und voraussichtlich den Audi Q5 und Audi A4 fertigen. Erstmals sprach sich Winterkorn klar gegen eine Porsche-Produktion in Nordamerika aus: “Porsche steht wie keine zweite Marke für “Made in Germany”.”

Für 2011 soll der VW-Weltmarktanteil laut Winterkorn auf rund 12% (2010: 11,4%) Prozent steigen. Den Gesamtmarkt schätzt er auf 62 Mio bis 63 Mio Einheiten. VW habe sich die Marke von 8 Mio vorgenommen. Bis 2018 rechnet er damit, dass sich der Markt weiter deutlich nach oben entwickelt. “Unser Ziel ist es, überproportional zu wachsen.” Es könne durchaus sein, dass VW sein Ziel für 2018 von 10 Mio Verkäufen früher erreichen wird – “dank vieler neuer Modelle und wachsender Märkte”.

Wenig Positives berichtet Winterkorn dagegen von der Allianz mit der japanischen Suzuki Motor Corp: “Der Knackpunkt liegt in der Zusammenarbeit zweier sehr unterschiedlicher Kulturen. Momentan haben wir uns eine Auszeit genommen. Nichtsdestotrotz werden wir unsere Anteile halten.”