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Das "Manager Magazin" berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, Volkswagen habe bei GM schon wegen eines möglichen Aufkaufs von Opel vorgefühlt (Bild: Opel).

HAMBURG (Dow Jones/ks)–Zu Verhandlungen mit GM sei es indes nicht gekommen, heiße es in Konzernkreisen, so mm am Donnerstag vorab aus der aktuellen Ausgabe. GM habe das Gebot aus Wolfsburg als zu niedrig befunden. Ein VW-Sprecher sagte zu dem Bericht, Marktgerüchte kommentiere man generell nicht.

Ein Opel-Sprecher sagte auf Anfrage, es handele sich bei dem Bericht um reine Spekulation und verwies auf eine Stellungnahme von GM in der vergangenen Woche. Nachdem sich Volkswagen-Chef Martin Winterkorn auf Nachfrage von Journalisten zu den schwelenden Verkaufsgerüchten um Opel geäußert hatte, bezog GM am vorvergangenen Mittwoch Stellung. Die Detroiter warfen Europas größtem Autobauer vor, Spekulationen zu befeuern. “Opel ist seit 1928 ein Teil der GM-Familie und bleibt wichtig für das Unternehmen”, hieß es aus der GM-Konzernzentrale. Man sei mit den Fortschritten bei der Sanierung zufrieden.

Der Vorstand um Konzernchef Winterkorn sei durch angebliches Interesse des aufstrebenden koreanischen Autoherstellers Hyundai aufgeschreckt worden, berichten VW-Manager laut dem Magazin. Aus Detroit sei berichtet worden, die Koreaner sprachen mit GM bereits über Opel. General Motors hatte die Spekulationen über die europäische Tochter durch halbherzige Dementis eines Verkaufsplans eher genährt als beendet, schreibt das Magazin weiter.

Opel stand bereits Ende 2009 kurz vor einem Verkauf. Damals war die Übernahme der GM-Tochter durch den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna schon so gut wie perfekt. Doch Vorstand und Aufsichtsrat von General Motors stoppten den Verkauf kurz vor Unterschrift der Verträge.