VW, Volkswagen, Dieselskandal, Abgasskandal, Dieselgate, USA, Gericht

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte von Volkswagen-Dieselfahrzeugen befasst sich ein US-Gericht am heutigen Dienstag nochmals mit dem im Sommer ausgehandelten Vergleich. - Bild: pixabay

Die Vereinbarung, wonach der Konzern 14,7 Milliarden Dollar (13,4 Milliarden Euro) zahlen soll, war von Bundesrichter Charles Breyer in San Francisco bereits im Juli im Grundsatz gebilligt worden. Bei dem heutigenTermin könnte er den Vergleich endgültig absegnen.

Das Gros der Summe soll an die Besitzer von rund 480.000 Fahrzeugen mit Zwei-Liter-Dieselmotor fließen. Eine Lösung für die ebenfalls betroffenen rund 80.000 Drei-Liter-Wagen in den USA steht hingegen noch aus. Volkswagen hat bis kommenden Montag Zeit, dafür Vorschläge zu präsentieren.

Unter Börsianern und VW-Anlegern wird gehofft, dass das Gericht in San Francisco um 17 Uhr MESZ seine Zustimmung zu dem bereits vorliegenden Milliardenvergleich gibt. "Man geht auf jeden Fall davon aus, dass die Zustimmung erfolgt - alles andere wäre ein Schock", kommentierte ein Börsen-Händler gegenüber der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Schließlich habe der Richter den Vergleichsvorschlag bereits im Sommer als fair bezeichnet.

"Ein Ja des Gerichts dürfte der Markt aber einfach nur zur Kenntnis nehmen", sagte ein anderer Händler: "Seit Monaten wird nur noch auf die Folgen der Rufschädigung geachtet, vor allem auf die Absatzzahlen der Marke VW." Dies habe sich bereits an den oft starken Reaktionen der Aktie auf die monatliche Vorlage dieser Zahlen gezeigt.

Mit Material von Dow Jones Newswires