Volkswagen Passat USA

Die US-Umweltbehörde EPA wirft Volkswagen vor, mit einer Software Vorgaben zur Luftverschmutzung umgangen zu haben. Seit 2008 wurde demnach in fast einer halben Million Autos die beanstandete Software installiert. - Bild: VW

Die US-Umweltbehörde hat dem Wolfsburger Autobauer über Ermittlungen wegen Verstößen gegen Umweltschutzvorschriften informiert. EPA wirft dem Konzern vor, mit einer Software Vorgaben zur Luftverschmutzung umgangen zu haben. Seit 2008 wurde demnach in fast einer halben Million Autos die beanstandete Software installiert.

Dem Konzern drohten Strafen von bis zu 37.500 US-Dollar pro Auto, hieß es von Behördenvertretern. Das wäre eine Gesamtstrafe von mehr als 18 Milliarden Dollar. Es war demnach jedoch noch nicht klar, ob die Regierung das Unternehmen letztlich mit einer Strafe in dieser Größenordnung belegen wird. Den Behördenvertretern zufolge verstieß Volkswagen gegen den Clean Air Act, ein US-Gesetz zur Luftreinhaltung.

Die Besitzer dieser Autos müssten derzeit nichts unternehmen, hieß es. Zwar überstiegen die Emissionswerte die landesweiten Vorschriften. Die Verstöße stellten aber kein Sicherheitsrisiko dar, und es sei nach wie vor legal, mit den betroffenen Autos zu fahren.

Eine Rückrufaktion ist laut Behördenvertretern noch nicht angekündigt worden. Die Ermittlungen hielten an. EPA beabsichtige, Volkswagen irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt aufzufordern, den Mangel bei den Autos zu beheben.

Volkswagen teilte mit, Volkswagen Group of America, Volkswagen AG und Audi AG hätten am Freitag eine entsprechende Benachrichtigung der EPA, des US-Justizministeriums und der Regierungskommission CARB erhalten. "VW kooperiert bei den Ermittlungen; wir können zu diesem Zeitpunkt keine weitere Stellungnahme abgeben", hieß es.

EPA zufolge betreffen die Vorwürfe etwa 482.000 Diesel-Pkw der Baujahre 2009 bis 2015, die seit 2008 in den USA verkauft wurden. Darunter sind die Modelle Jetta, Beetle, Audi A3, Golf und Passat.