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VW tritt bei der Lösung des Abgasskandals auf's Gaspedal. - Bild: VW

Das sagte der neue VW-Chef Matthias Müller der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Bis Ende nächsten Jahres sollten dann alle Autos in Ordnung gebracht sein, versprach er.

"Wir unterbreiten dem Kraftfahrtbundesamt in dieser Woche technische Lösungsvorschläge", sagte Müller. "Werden die akzeptiert, bestellen wir die Teile. Verläuft alles nach Plan, können wir im Januar mit der Reparatur beginnen."

In den meisten Fällen werde wohl ein Software-Update genügen, bei einigen Fahrzeugen seien aber aufwendigere Reparaturen nötig. "Notfalls bauen wir um. Natürlich kostenlos für den Kunden", so Müller.

Dazu, dass anstatt wie bislang befürchtet nicht elf Millionen, sondern lediglich 9,5 Millionen Autos betroffen sein könnten, nahm Müller nur indirekt Stellung: "Es sind hoffentlich weniger. Aber es sind immer noch viel zu viele". VW-Kunden scheint der Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen bisher noch nicht abzuschrecken. "Einen Einbruch der Auftragseingänge können wir bis jetzt nicht erkennen", sagte Müller.

Am Vortag hatte Müller auf einer Betriebsversammlung in Wolfsburg bereits ein "Turbo-Effizienzprogramm" angekündigt, um die Folgen des Abgasskandals zu bewältigen. Volkswagen wird demnach alle geplanten Investitionen noch einmal auf den Prüfstand stellen. Zudem stehen Projekte wie das Oberklassemodell Phaeton unter Beobachtung, aber auch Nobelmarken des Konzerns wie Bugatti. Auch das Engagement in den Fußball will Müller überdenken: "Wir drehen jeden Stein um und werden uns auch das ansehen".