Konjunktur

Laut den Commerzbank-Volkswirten ist kein gefährlicher Abschwung in Sicht. - Bild: Pixabay

Vor allem die chinesische Wirtschaftspolitik dürfte zu einer Stabilisierung der Konjunktur in der Eurozone beitragen. "Wie es mit dem Wachstum in Euroraum weitergeht, hängt vor allem von China ab", sagte Krämer. Im Euroraum würde derzeit vor allem die vom Ausland abhängige Industrie schwächeln.

Dies liege überwiegend an den Exporten nach China, die laut Krämer mittlerweile kaum noch wachsen. Noch im Jahr 2017 hätten die chinesischen Exporte das Wachstum stimuliert.

Krämer erwartet jedoch, dass es der chinesischen Regierung gelingen werde, die Binnennachfrage anzufachen und die heimische Wirtschaft so zu stabilisieren. China habe beispielsweise in der Finanzkrise mit einer dirigistischen Politik die Wirtschaft auf Kurs gehalten.

Der Aufschwung in der Eurozone sollte sich daher im kommenden Jahr fortsetzen. Allerdings reduzierten die Commerzbank-Ökonomen ihre Wachstumsprognose von bisher 1,8 Prozent auf 1,4 Prozent. In Deutschland dürfte das Bruttoinlandsprodukt im kommenden Jahr mit 1,2 Prozent sogar etwas schwächer zulegen.

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Zinserhöhung wohl erst im Frühjar 2020

Die Haushaltskrise in Italien stellt laut Krämer zwar ein Abwärtsrisiko dar. Die Regierung werde den Haushaltsstreit bis zu den Europawahlen im kommenden Mai fortsetzen, um dann bei den Wahlen davon profitieren zu können.

Eine Eskalation erwarte er aber nicht: "Nach den Europawahlen wird Italien moderatere Töne anschlagen und damit die Tür für einen Formelkompromiss öffnen."

Die Krise in Italien, der Brexit, und die immer noch nicht in Fahrt kommende Kerninflation werden laut Krämer die Europäische Zentralbank (EZB) von einer Leitzinsanhebung im kommenden Jahr abhalten. Er erwartet frühestens im März 2020 eine Zinserhöhung. Er rechnet danach aber nicht mit einer Reihe von Zinserhöhungen.

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