FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Ein Grund dafür sei, dass sich der Aufschwung im Inland zunehmend in Kundenbranchen mit weniger Chemiebedarf verschiebe, erklärte der Manager. Auch auf wichtigen Auslandsmärkten schwäche sich das Wachstum ab und die Dynamik in Schwellenländern habe bereits nachgelassen. Zusätzlich drohen seinen Angaben zufolge durch Spekulationen und die instabile Lage in den arabischen Staaten kräftige Preissteigerungen bei den Rohstoffen.

Der Verband sieht dennoch gute Chancen für eine im Jahresverlauf 2011 weiter steigende Chemienachfrage und bestätigte die Mitte Dezember ausgegebenen Jahresprognosen. Im laufenden Jahr rechnet der VCI im Vorjahresvergleich noch mit einem Anstieg der Chemieproduktion um 2,5%, der Umsatz dürfte noch um 4% zulegen, erklärte der Verband. Für die Preise chemischer Erzeugnisse erwartet der VCI einen Anstieg um 1,5%.

Das Jahr 2010 habe die Branche mit einem Endspurt abgeschlossen, sagte Tillmann weiter. Im vierten Quartal sei die Produktion chemischer Erzeugnisse im Vorjahresvergleich um 6,7% und gegenüber dem Vorquartal um 1,7% gestiegen. Der Umsatz verbesserte sich im Jahresvergleich um 12,4% auf 40,9 Mrd EUR, im Quartalsvergleich war ein Anstieg um 0,6% zu verzeichnen. Der Aufwärtstrend bei den Erzeugerpreisen habe sich im vierten Quartal fortgesetzt, hieß es. Von Oktober bis Dezember verteuerten sich Chemikalien im Durchschnitt um 3,9% gegenüber dem Vorjahr und um 0,6% im Vergleich zum Vorquartal.