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Die Schulden von ZF aus der TRW-Übernahme wurden um 1,6 Milliarden Euro verringert. - Bild: ZF Friedrichshafen

2017 wird ein leichtes Wachstum erwartet, das Hauptaugenmerk will der Konzern auf Schuldenabbau sowie Forschung und Entwicklung legen.

Der Konzernumsatz stieg im abgelaufenen Jahr um gut ein Fünftel auf 35,2 Milliarden Euro. Dabei leistete TRW nach der Übernahme im Mai 2015 erstmals einen ganzjährigen Umsatzbeitrag. Auf Pro-forma-Basis, welche die TRW-Umsätze für das Gesamtjahr 2015 einrechnet, wäre der Umsatz um 2,2 Prozent gestiegen. Das organische Wachstum, das Zu- und Verkäufe sowie Wechselkurseffekte ausklammert, lag bei 4,2 Prozent.

Während die Erlöse im Automobilgeschäft nur leicht anzogen, gab es ein kräftiges Umsatzplus im kleinen Geschäftsbereich Industrietechnik mit 16,7 Prozent. Zu verdanken war dies dem starken Windkraft-Geschäft und dem Zukauf der Windkraft- und Industriegetriebesparte von Bosch-Rexroth.

 Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um knapp 1,6 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Dazu trugen unter anderem Synergien aus der Integration von TRW bei. Die bereinigte EBIT-Marge erreichte damit 6,4 Prozent, 1 Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern sank hingegen wegen einer höheren Steuerlast auf 924 Millionen von 1,02 Milliarden Euro im Vorjahr.

Die Schulden aus der TRW-Übernahme wurden um 1,6 Milliarden Euro verringert. Auf der anderen Seite erhöhte das Unternehmen seine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf 2 Milliarden Euro.

2017 soll der Umsatz auf rund 36 Milliarden Euro zulegen. Die bereinigte EBIT-Marge soll erneut bei über 6 Prozent liegen. Bei einem bereinigten Free Cashflow von "deutlich über" 1 Milliarde Euro will ZF die Verschuldung weiter zurückfahren und in Forschung und Entwicklung investieren.

Man nehme bei den Themen E-Mobilität und autonomes Fahren eine "führende Rolle" ein, sagte Vorstandschef Stefan Sommer laut Mitteilung. Der Konzern setze dabei auf eine Kombination aus Mechanik und Elektronik. "Auch das Auto der Zukunft fährt nicht ohne Mechanik, denn das viel zitierte 'iPhone auf Rädern' braucht weiter eine Bremse und eine Lenkung, Achsen und weitere mechanische Komponenten." In der Kombination aus Hardware und Software liege die Stärke von ZF.