Dividende,Umsatz,Chemie,Wacker

Wacker Chemie zahlt für das vergangene Geschäftsjahr eine stabile Dividende. - Bild: Pixabay

Anlässlich der anstehenden Bilanzpressekonferenz gab der MDAX-Konzern einen Einblick in den Geschäftsverlauf der ersten beiden Monate 2017 und zeigte sich zuversichtlich für das erste Quartal.

In den ersten beiden Monaten habe sich das Geschäft positiv entwickelt, erklärte das Unternehmen. Die Zwei-Monats-Umsätze liegen sowohl im Chemiegeschäft als auch bei Siltronic und Wacker Polysilicon "klar" über den jeweiligen Vorjahreswerten. Insgesamt wird der Konzern nach eigenen Angaben im ersten Quartal 2017 voraussichtlich einen Konzernumsatz von etwa 1,4 nach 1,31 Milliarden Euro im Vorjahresquartal erwirtschaften. Zusätzlich zu höheren Absatzmengen verzeichne man vor allem bei Halbleiterwafern derzeit bessere Preise als vor einem Jahr. Aus diesem Grund erwartet das Unternehmen, dass das EBITDA des Konzerns im ersten Quartal 2017 "deutlich" zunehmen wird.

Weitere Umsatzerhöhung angepeilt

Im Gesamtjahr will das Unternehmen seinen Umsatz um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigern. Das EBITDA des Konzerns soll auf vergleichbarer Basis, also ohne Sondererträge aus Schadenersatzzahlungen sowie aus der Auflösung von Vertrags- und Lieferbeziehungen zu Solarkunden, auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Die Münchener rechnen für 2017 abermals mit einem hohen Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft. Der Netto-Cashflow soll mit rund 400 Millionen Euro in der Größenordnung des Vorjahres liegen. Der Konzernjahresüberschuss wird ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres erwartet.

"Wacker ist in einer sehr guten Verfassung", sagte Konzernchef Rudolf Staudigl und fügte an, dass er mit steigenden Absatzmengen in allen Geschäftsbereichen rechne. "Die für unser Geschäft bedeutenden Branchen werden sich 2017 weitgehend positiv entwickeln. Darum trauen wir uns beim Umsatz prozentual einen etwas höheren Anstieg zu als im Vorjahr. Gegenwind bekommen wir allerdings von den Rohstoffpreisen. Sie ziehen momentan deutlich an. Das könnte sich auf das Ergebnis auswirken. Sollten sich allerdings die derzeitigen Marktbedingungen im Jahresverlauf unverändert fortsetzen, so sehen wir durchaus noch weiteres Aufwärtspotenzial für das EBITDA - über unsere aktuellen Erwartungen hinaus", so Staudigl weiter.

Höhere Absatzmenge 2016

Die Wacker Chemie AG hat im Geschäftsjahr 2016 wie bereits Anfang Februar gemeldet einen Konzernumsatz von 5,40 nach 5,3 Milliarden Euro im Vorjahr erzielt. Ausschlaggebend für dieses Plus waren höhere Absatzmengen. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) summierte sich im Geschäftsjahr 2016 auf 1,1 nach 1,04 Milliarden Euro. Das entsprach einer EBITDA-Marge von 20,4 Prozent nach 19,8 Prozent.