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Einen Engpass an Innovation und Personal schnell und kompetent auszugleichen, ist schwierig. - Bild: Pixabay

Die eigenen Mitarbeiter kommen mit einem Problem einfach nicht weiter oder die Personaldecke ist so dünn, dass nicht alle Aufgaben rechtzeitig bewältig werden können. Solche Szenarien versetzen so manche Führungskraft in helle Aufregung. Denn den Engpass an Innovation und Personal schnell und kompetent auszugleichen, ist schwierig.

„Jeder moderne Konzern sollte deshalb darüber nachdenken, Crowdsourcing auch in sein Personalkonzept zu integrieren“, so Ralf Hocke, Geschäftsführer von spring Messe Management, dem Veranstalter der Messe Zukunft Personal. „Wenn Innovation nicht aus eigener Kraft entsteht, ist Crowdsourcing eine sehr gute Gelegenheit für externe Inspiration, ohne sich gleich eine Horde externer Berater ins Haus zu holen“, ergänzt Hocke.

Rentables Geschäftsmodell oder moderne Sklaverei?

Einige Gewerkschaften kritisieren, dass Unternehmen Crowdworker wie „digitale Tagelöhner“ behandeln, sie also schlecht bezahlen, nur bei Engpässen und somit kurzfristig beschäftigen und ihnen keine existenzielle Sicherheit und Perspektive bieten. Bis der Gesetzgeber hier nachzieht, ist von den Unternehmen Eigeninitiative gefragt.

Crowdworking ist nur ein Phänomen, das der digitale Wandel mit sich bringt. Auch festangestellte Mitarbeiter werden immer flexibler und mobiler und nutzen dabei ganz selbstverständlich private Smartphones, Tablets oder Notebooks, um im Homeoffice oder von unterwegs aus zu arbeiten. Firmen müssen sich deshalb gut überlegen, welche Technik sie benötigen, um die Zusammenarbeit der Mitarbeiter zu fördern – auch wenn diese räumlich weit voneinander entfernt sind.