Hans-Joachim Molka, Roemheld

Der Geschäftsführer der Römheld Gruppe Hans-Joachim Molka ist der Meinung, dass die Spanntechnik-Branche auch 2019 ein Wachstum verzeichnen wird – allerdings ein geringeres als im Vorjahr. - Bild: Römheld

Herr Molka, wie wird sich Ihre Branche 2019 aus Ihrer Sicht entwickeln?

2018 war ein gutes Jahr für die Spanntechnik. Wachstumsraten von bis zu 25 Prozent waren in einigen Produktgruppen in unseren Unternehmen möglich. 2019 wird aus Sicht der Branche wieder ein positives Jahr, allerdings mit weniger Speed. Die Erwartungen liegen bei 2 bis 3 Prozent.

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Wie weit und an welchen Stellen ist das Thema Digitalisierung in Ihrer Branche bereits vorangeschritten?

Ich unterstelle mal, dass sich ein Großteil der Unternehmen unserer Branche mit der Digitalisierung beschäftigt. In Abhängigkeit der Unternehmensgröße ist der Grad der Digitalisierung vom angebotenen Produkt bis hin zur gesamten Entstehungs- und Vermarktungs-Prozesslandschaft sehr unterschiedlich. Für unsere Unternehmensgruppe ist die Digitalisierung von hoher Bedeutung, um im internationalen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Ohne Standortvernetzung über schnelles Internet geht es heute nicht mehr. Wir erweitern auch 2019 die Produktpalette mit Sensorik-Spannelementen, mit denen man besser in der Lage ist den Fertigungsprozess zu kontrollieren.

Mit welchen Technologien werden Sie 2019 punkten können?

Als Vorsitzender der Fachabteilung Spannzeuge weiß ich, dass die Branche sehr aktiv ist und ständig die Anforderungen des Markts aufnimmt und die Spanntechnik weiterentwickelt. Die Römheld Gruppe wird sich verstärkt um die Automation kümmern. Mit sicheren Komponenten und Systemen wollen wir unsere Kunden erfolgreicher machen.

Wie bewerten Sie die aktuelle Konjunktur?

Konjunktur ist das Ergebnis des Zusammenspiels der Psychologie und der wirtschaftlichen Tätigkeit. Bei Themen wie dem Brexit, Einfuhrzöllen, der Aufhebung von Handelsabkommen oder der Dieselverbotsdebatte fällt es schon ein wenig schwer, aus dem Gefühl der Sicherheit heraus zu handeln. Das heißt mehr Unternehmen verhalten sich abwartend. Das dämpft die Konjunktur und führt zu einem verhaltenen Wachstum. Es wird den Unternehmen die Möglichkeit aus einer überhitzten Phase zur Normalisierung geben.

Konjunkturnote: 2-3

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