Mark Fields, Ford

Sind die Tage von Mark Fields bei Ford gezählt? - Bild: Ford

Es heißt, dass Chairman Bill Ford sowie die übrigen Direktoriumsmitglieder das Vertrauen in Fields verloren haben.

Bereits in den vergangenen Monaten ist Fields unter Druck geraten. Der Börsenkurs des Autobauers schwächelte, die Erträge blieben unter den Erwartungen. Seit Fields bei Ford im Juli 2014 das Steuer als CEO übernahm sind die Aktien des Autoherstellers um mehr als 30 Prozent im Wert gesunken.

Großinvestoren sollen Fields Strategie mit den Schwerpunkten autonomes Fahren, E-Mobility und Mobilitätsdienstleistungen hinterfragt haben. Der Ford-Chef hatte Millionen in die Entwicklung selbstfahrender Autos und in Mobilitätsdienstleitungen investiert, um Ford fit für die Zukunft zu machen. Derweil kam das traditionelle Autogeschäft in Schwierigkeiten. So fielen Fords Erträge im ersten Quartal 2017 um 42 Prozent, während Wettbewerber GM auf Rekordkurs unterwegs ist.

Im vergangenen Jahr war der Gewinn Fords bereits um 38 Prozent gesunken. Ford hatte im Rahmen eines bereits laufenden Sparplans zuletzt angekündigt, zahlreiche Stellen in Verwaltung und Vertrieb in Nordamerika und Asien zu streichen. Die US-Autoindustrie steht nach Jahren des Booms vor einer ungewissen Zukunft. Laut Analysten dürften die Verkäufe in diesem Jahr leicht schrumpfen.

Angeblich stehe auch schon ein Ersatz für Fields parat: James P. Hackett.Der 62 Jährige leitete bislang Ford Smart Mobility LLC. Diese Ford-Tochtergesellschaft ist für die Entwicklung selbstfahrender Autos zuständig.

Auf Anfrage der Nachrichtengagentur Bloomberg erklärte Ford-USA lediglich: „Wir bleiben bei unseren Plan zur Wertsteigerung und auf profitables Wachstum fokussiert. Wir kommentieren keine Spekulationen oder Gerüchte.“

Großes Stühlerücken

Nicht nur Fields soll seinen Hut nehmen. Ford steht vor einem gewaltigen Stühlerücken in seiner gesamten Chefetage. Das berichtet die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Ausgerechnet der angezählte Fields hatte Personalrochaden bereits bei früherer Gelegenheit vorgeschlagen.

Auslöser dürften laut Insidern die andauernden Spannungen im Top-Management sowie die zuletzt enttäuschende Aktienkursentwicklung und der Versuch sein, endlich eine klare Konzernstrategie herauszuarbeiten.

Opfer der Personalentscheidungen könnten vor allem Manager werden, die unter der Ägide des langjährigen, ehemaligen Konzernchefs Alan Mulally eingestellt oder stark gefördert wurden. Die derzeitige Führung stellt den Autobauer gerade komplett neu auf, um das Unternehmen für den globalen Wandel in der Autoindustrie zu rüsten, darunter auch vor allem mit einem Fokus auf sogenannte Mobilitätsdienstleistungen.

Ein Ford-Sprecher wollte sich zu den Management-Änderungen nicht äußern. Doch laut den Insidern mischen Chairman Bill Ford und das gesamte Board bei den Diskussionen ganz vorne mit. Ford war vor Mulallys Amtsantritt CEO beim Autobauer.

Margen-Ranking: Das verdienen Autobauer pro Fahrzeug

  • Platz 10 in unserer Margen-Galerie belegt Opel. Die Rüsselsheimer verdienen pro verkauftem Auto (im Bild das Monza-Concept-Car) gerade einmal 190 Euro. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Opel

    Platz 10 in unserer Margen-Galerie belegt Opel. Die Rüsselsheimer verdienen pro verkauftem Auto (im Bild das Monza-Concept-Car) gerade einmal 190 Euro. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Opel

  • Mit einem Gewinn von 400 Euro pro Auto rangiert die Pkw-Sparte von VW nur auf Platz 9. Ob der hier gezeigte ID Buzz daran etwas ändern kann? - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: VW

    Mit einem Gewinn von 400 Euro pro Auto rangiert die Pkw-Sparte von VW nur auf Platz 9. Ob der hier gezeigte ID Buzz daran etwas ändern kann? - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: VW

  • Ob der Renault Trezor je in Serie geht, steht in den Sternen. Aber vielleicht würde er den Gewinn von 720 Euro pro Auto für seinen Hersteller anheben und ihn von Platz 8 emporheben. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Renault

    Ob der Renault Trezor je in Serie geht, steht in den Sternen. Aber vielleicht würde er den Gewinn von 720 Euro pro Auto für seinen Hersteller anheben und ihn von Platz 8 emporheben. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Renault

  • Auf Platz 7 mit einem Gewinn von 840 Euro pro Auto sitzt der Löwe von Peugeot. Der hier gezeigte Onyx ist allerdings kein Serienmodell. -  Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Peugeot

    Auf Platz 7 mit einem Gewinn von 840 Euro pro Auto sitzt der Löwe von Peugeot. Der hier gezeigte Onyx ist allerdings kein Serienmodell. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Peugeot

  • Erstmals vierstellig wird der Gewinn pro Auto auf Platz 6 mit Skoda. Unter anderem mit ihrem Octavia RS (im Bild) machen die Tschechen 1.590 Euro pro Auto. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Skoda

    Erstmals vierstellig wird der Gewinn pro Auto auf Platz 6 mit Skoda. Unter anderem mit ihrem Octavia RS (im Bild) machen die Tschechen 1.590 Euro pro Auto. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Skoda

  • Auf Platz 5 leuchtet der Stern von Mercedes. 3.190 Euro Gewinn streichen die Stuttgarter im Schnitt pro Auto ein. Bei dem hier gezeigten AMG GT C Roadster Edition dürfte das wohl ein anderer Betrag sein. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Mercedes

    Auf Platz 5 leuchtet der Stern von Mercedes. 3.190 Euro Gewinn streichen die Stuttgarter im Schnitt pro Auto ein. Bei dem hier gezeigten AMG GT C Roadster Edition dürfte das wohl ein anderer Betrag sein. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Mercedes

  • Platz 4 für vier Ringe: Audi verdient im Schnitt pro Auto 3.340 Euro. Wie viel man in Ingolstadt für den hier gezeigten RS7 erlöst, ist nicht bekannt. -  Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Audi

    Platz 4 für vier Ringe: Audi verdient im Schnitt pro Auto 3.340 Euro. Wie viel man in Ingolstadt für den hier gezeigten RS7 erlöst, ist nicht bekannt. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Audi

  • Ob der Fußballverein aus der bayerischen Landeshauptstadt mit der Platzierung seiner Nachbarn zufrieden wäre, sei dahingestellt: BMW auf Platz 3 verdient pro Auto (also auch beim gezeigten M760li) im Schnitt 3.390 Euro. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: BMW

    Ob der Fußballverein aus der bayerischen Landeshauptstadt mit der Platzierung seiner Nachbarn zufrieden wäre, sei dahingestellt: BMW auf Platz 3 verdient pro Auto (also auch beim gezeigten M760li) im Schnitt 3.390 Euro. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: BMW

  • Von wegen Understatement: Jaguar-Land Rover hält nichts von britischer Zurückhaltung. Mit einer Marge von 4.070 Euro pro Fahrzeug lassen es die Damen und Herrn von der Insel auf Platz 2 mächtig krachen. genau wie der im Bild befindliche F-Type. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Jaguar

    Von wegen Understatement: Jaguar-Land Rover hält nichts von britischer Zurückhaltung. Mit einer Marge von 4.070 Euro pro Fahrzeug lassen es die Damen und Herrn von der Insel auf Platz 2 mächtig krachen. genau wie der im Bild befindliche F-Type. - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: Jaguar

  • Was soll man sagen? Wer derart unangefochten auf Platz 1 steht wie Porsche (im Bild der 918 Spyder), der ist über Mäkeleien erhaben: 15.640 Euro Gewinn macht man in Zuffenhausen pro Auto. Respekt! - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild:

    Was soll man sagen? Wer derart unangefochten auf Platz 1 steht wie Porsche (im Bild der 918 Spyder), der ist über Mäkeleien erhaben: 15.640 Euro Gewinn macht man in Zuffenhausen pro Auto. Respekt! - Quelle: CAR Uni Duisburg / Bild: