Blick auf Bregenz

Blick auf Bregenz am Bodensee. - Bild: Pixabay

Die aktuelle politische Großwetterlage mit erneut angedrohten US-amerikanischen Strafzöllen, chinesischen Aspirationen und der ungeklärten Lage beim Brexit führt zu erhöhtem Gesprächsbedarf: Das wurde bereits auf dem Branchentreffen Maschinenbau-Gipfel in Berlin vor zwei Monaten deutlich. Ziel des Dreiländer-Kongresses Maschinenbau vorausgeDACHt ist deshalb auch erneut die Vernetzung – immer nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“.

Vereint gegen Protektionismus

Organisiert wird der von der Fachzeitung „Produktion“ unterstützte Kongress von den jeweiligen Branchenverbänden: des Schweizer Swissmem, des österreichischen Fachverbands Metalltechnische Industrie und des Verbands deutscher Maschinen- und Anlagenbau. In der digitalen Ära verschwimmen die Ländergrenzen, stellte VDMA-Präsident Carl Martin Welcker bereits Anfang 2017 fest.

„Eine solche Botschaft ist gerade in der heutigen Zeit wichtig, wo Nationalstaaten und Nationalisten die Fliehkräfte in der EU erhöhen und Protektionisten Mauern bauen wollen und Importzölle erfinden“, erklärte Welcker damals. Das war noch, bevor Donald Trump richtig mit seiner protektionistischen Vision des Welthandels losgelegt hatte. Mittlerweile hat sich diese Überzeugung bestätigt, und gemeinsame Ansätze sind wichtiger denn je.

Das erwartet Sie bei Maschinenbau vorausgeDACHt:

Das erwartet Sie unter anderem:

  • Protectionism versus Free Trade: Implications for the D-A-CH region
    Prof. Simon Evenett, Professor of International Trade and Economic Development, Universität St. Gallen, Schweiz
  • Zunehmende Handelshemmnisse: Erfolgreiche Strategien eines Mittelständlers
    Hans-Joachim Boekstegers, Geschäftsführender Direktor und Group CEO, MULTIVAC, Wolfertschwenden, Deutschland
  • Digitale Transformation – Der Mensch bleibt analog!
    Mag. Ing. Thomas Welser, Geschäftsführung, Welser Profile GmbH, Ybbsitz, Österreich
  • Sessions:
  1. Energie mit Zukunft
    Die Rolle des Maschinenbaus beim Klima- und Energiewandel
  2. (Weiter)Bildung mit Zukunft
    Fachkräftesicherung durch Rekrutierung und Entwicklung
  3. Digitalisierung mit Zukunft
    Erfolge durch digitale Geschäftsmodelle
  • Thementische: Vernetzung bedeutet Austausch – ohne Austausch können keine neuen Impulse entstehen. Nutzen Sie die Gelegenheit, an den Thementischen mit Experten zu sechs Themen Ideen und Erfahrungen auszutauschen.
     

Alle Infos und Anmeldung zum Kongress Maschinenbau vorausgeDACHt – Zukunft der Vernetzung!

Ideen austauschen, die inspirieren

Wieder steht im Vordergrund zu schauen, was die Unternehmen der drei Länder voneinander lernen können. Dass dafür viel Potential vorhanden ist, und die Situationen sich durchaus unterscheiden, zeigte der letzte Kongress in Salzburg. Damals berichtete Swissmem über die spezifische Lage in der Schweiz durch die Überbewertung des Franken und die Erkenntnis, dass Industrie 4.0-Konzepte hier den Beitrag zu mehr Wettbewerbsfähigkeit leisten können.

Während es 2017 noch um die Machbarkeit von Konzepten wie Smart Factory oder Industrie 4.0, die Fähigkeit zum Umdenken und die Finanzierung ging, sind viele Unternehmen heute bereits einen Schritt weiter. Damals berichteten Vorreiter wie Bosch und Wittenstein von ihren Erfahrungen. Die Frage nach dem Umgang mit der Digitalisierung ist noch dringlicher geworden – vor allem kleinere Mittelständler tun sich hier teilweise noch schwer.

Vorreiter zeigen den Weg bei der Digitalisierung

Digitale Technologien spielen laut Mittelstands-Barometer des Wirtschaftsprüfungs-Unternehmens  Ernst & Young im Maschinenbau für 22 Prozent der Unternehmen eine sehr große Rolle, für 43 Prozent immerhin eine mittelgroße. Gerade das Plattform-Denken und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle  stellen jedoch die traditionelle Organisation vor echte Herausforderungen.

So werden im Februar unter anderen die Amman Schweiz AG und der Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf berichten, wie sie das Thema der „Plattformisierung“ angehen. Zudem wird ein weiteres Thema mit viel Veränderungspotenzial im Vordergrund stehen: Die Frage, was die zunehmende regulative Positionierung in Richtung Zero Emission für die Branche bedeutet und welche Folgen die Elektromobilität mit Blick auf die Produktion haben wird.

Zeit für intensiven Austausch

Damit der direkte Austausch einen möglichst breiten Raum einnehmen kann, wurde das Programm wieder besonders interaktiv konzipiert. Im Anschluss an Vorträge und Breakout-Sessions ist Zeit für direkte Nachfragen und die Themenforen geben Gelegenheit zur intensiven Diskussion. So können auch Unternehmen aller Größen miteinander ins Gespräch kommen.

Perfekt positioniert ist der Veranstaltungsort Bregenz, auf der österreichischen Seite des Bodensees gelegen, unweit von Zürich und nah am Allgäu. Das gibt den meisten Teilnehmern aus den drei Ländern gute Voraussetzungen für die Anreise. Erstmals laden die Veranstalter auch die Reisebegleitungen zu einem parallel zur Konferenz stattfindenden kulturellen Programm und zur festlichen Abendveranstaltung ein – das anschließende Wochenende ist vielleicht sogar die Gelegenheit zu einem schönen Kurz-Trip.