Tesla Model 3 vor Werk fremont

Tesla baut das Model 3 im kalifornischen Fremont. - Bild: Tesla/Timothy Artman

Tesla müsse diesen Einschnitt machen, während der Autobauer zeitgleich die Produktion des Model 3 hochfahren und die Fertigungsabläufe weiter verbessern müsse. Denn nur so könne man das nötige Volumen erreichen, um das Model 3 zum Preis von gut 35.000 Dollar anzubieten - und damit Tesla als zukunftsfähigen Autobauer am Leben zu halten. "Es gibt keinen anderen Weg", so Musk.

Dabei sei 2018 das erfolgreichste Jahr Teslas gewesen. Allein im vierten Quartal habe der OEM fast so viele Autos ausgeliefert wie im gesamten Jahr 2017.

Tesla steht vor großen Herausforderungen

Darüber hinaus schreibt Elon Musk im Firmen-Blog von extremen Herausforderungen:

  • Der Preis der Tesla-Modelle muss mit dem von Autos mit Verbrennungsmotor wettbewerbsfähig sein - und dafür müsse Tesla sehr viel härter arbeiten als andere Automobilhersteller. Schließlich wolle man nachhaltige und zugleich erschwingliche Autos verkaufen.
  • Im Mai wolle das Unternehmen mit der Auslieferung der Model 3 Varianten mit mittelgroßer Reichweite beginnen und Fortschritte bei den preisgünstigeren Model 3 Modellen machen. Aktuell sei das 264-Meilen-Modell mit 44.000 Dollar die günstigste Variante im Angebot. Ab Juli müsse man fähig sein, günstigere Varianten des Model 3 anzubieten. Denn zum Jahresende laufen die Steuervergünstigungen komplett aus.

Autobauer hat "bedeutsamen Gewinn" eingefahren

Gleichwohl hat Musk nicht nur Negatives zu vermelden. Im dritten Quartal 2018 habe Tesla 4 Prozent Gewinn gemacht - das entsprach einem Überschuss von 312 Millionen Dollar. Dies sei der erste "bedeutsame Gewinn", wenn auch klein, so Musk.

Tesla habe diesen Gewinn in erster Linie erzielt, weil man höherpreisige Model-3-Varianten in Nordamerika verkauft habe. In der Tat war es der größte Gewinn seit der Gründung des Unternehmens 2003. Zuvor konnte Tesla überhaupt nur zweimal ein Quartal mit schwarzen Zahlen abschließen.

Im vierten Quartal habe der Autobauer ebenfalls Gewinn gemacht, allerdings weniger als im dritten Quartal. So zumindest die Brechnung nach vorläufigen Zahlen. 

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"Der Weg vor uns ist sehr beschwerlich"

Musk entschuldigt sich darüber hinaus im Blog für "all die Zahlen". Er wolle aber sicher gehen, dass jeder verstehe, dass "der Weg vor uns sehr schwierig ist". Die Vision von erschwinglicher und nachhaltiger Mobilität sei eben kein leicht zu erreichendes Ziel.

Des Weiteren bedankt sich der extrovertierte Firmenchef bei jenen, die nun das Unternehmen verlassen müssen, dass sie ihn bei dieser Mission unterstützt haben. Er sei zutiefst dankbar. "Ohne euch wären wir nicht da, wo wir heute sind."

An die Mitarbeiter, die bleiben, richtet er sich mit den Worten: "Obwohl noch viele Herausforderungen vor uns liegen, glaube ich, dass wir die aufregendste Produkt-Offensive aller Verbrauchsgüter-Unternehmen der Welt vor uns haben. Vollständiges autonomes Fahren, das Model Y, den Semi Truck und Roadster-Modelle bei den Fahrzeugen und die Powerwall-Ladestationen und Solar-Dächer in der Energie-Sparte."

Musk schließt mit den Worten, dass er sich geehrt fühle mit ihnen zu arbeiten. "Danke für alles", Elon.

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