Produktion hat Manager aus IT-Firmen zu den Themen Trends, Einführung und Vorteile befragt. - Bild:

Produktion hat Manager aus IT-Firmen zu den Themen Trends, Einführung und Vorteile befragt. - Bild: Siemens

Rainer Deisenroth, MPDV
„Es gibt zwei Tendenzen bei Big Data. Wir haben einen sehr großen Kunden mit weltweiten Installationen von unserem MES-System. Der sagte, es komme ein Trend aus den USA: Er wolle jetzt erst einmal alle Daten erfassen, dann habe er diese vorliegen.
Was er daraus machen wolle, werde er schon sehen. Wortwörtlich ist das Big Data.

Wir sagen aber, dass uns Big Data nichts nützt: Wir müssen daraus Smart Data generieren, das heißt auswertbare Daten, Daten mit einem verdichteten Informationsgehalt, damit die Praktiker daraus etwas ableiten können. Das ist der Clou. Große Datenmengen zu beherrschen ist nicht neu. Das haben wir in der Vergangenheit schon gemacht.“

 

Dieter Pesch, Eplan
„Wenn man auf die Prozesstechnik oder die Automatisierung schaut, sind Prozessdaten aus der Anlage, die immer mehr intelligente Sensorik, Aktorik hat, die auch Informationen zurückliefert, Big Data.

Aus diesen Daten kann man viele neue Informationen ableiten und man kann mit diesen neue Geschäftsmodelle aufbauen. Ein typisches Thema ist Predictive Maintenance.

Wenn man zum Beispiel weiß, dass ein Relais eine bestimmte Anzahl an Schaltungen tätigen kann und wie oft das Relais pro Stunde genutzt wird, dann kann man diese Daten sammeln und daraus folgern, dass man 10 Prozent vor Erreichen der Verschleißgrenze ein erstes Warnsignal generiert.“

 

Franz-Eduard Gruber, Forcam

Franz-Eduard Gruber, Forcam

Franz-Eduard Gruber, Forcam
„Wenn man sich vorstellt, dass man multiple Fabriken in unterschiedlichen Zeitzonen und bei unterschiedlichen Sprachen mit Tausenden von Maschinen betreibt und alle Maschinen sollen mit einer zentralen Instanz kommunizieren, einer zentralen Cloud-Anwendung, dann sprechen wir von Massendatenverarbeitung, von Big Data.”

“Diese Anforderungen können nur durch In-Memory-Technologie bewerkstelligt werden. Dabei werden die Daten komplett im Hauptspeicher gehalten. Wenn eine Maschine ein Signal abgibt, wird dieses in-memory abgelegt, so dass eine Smart-Device-Anwendung direkt auf diese Hauptspeicherdaten zugreift.“

 

 

Klaus Aschauer, Cosmo Consult

Klaus Aschauer, Cosmo Consult

Klaus Aschauer, Cosmo Consult
„Wir haben einen Kunden, der 15 Wellpappenwerke betreibt.
Der Hersteller von Wellpapp-Bogenware P-Well holt sich aus den Big Data-Daten Abläufe für eine optimierte Produktion in seinen Werken, die er übergreifend plant.

P-Well hat seine gesamten Produktionsdaten, die er in Verbindung mit Kundendaten und Mengengerüsten erhebt, über Big Data mit Hilfe von Predictive Analytics auf Prognosefähigkeit ausgerichtet.

So kann er vorhersagen, dass bei einer bestimmten Auftragslage eines Kunden eine Reihe von Produkten auf jeden Fall dabei ist. Die Firma errechnet daraus ihren Absatz, den sie in Zukunft haben wird.“

 

Gunnar Knüpffer