Automobilhersteller, Abgas-Skandal, Kraftfahrtbundesamt

Weitere Automobilhersteller wenden Tricks bei der Abgasbehandlung an. Bild: pixaby, paulina 101

Mehrere Automobilhersteller haben die Motoren ihrer Fahrzeuge so eingestellt, dass diese bei niedrigeren Temperaturen Stickoxide ohne Filterung emittieren. Das berichten SZ, NDR und WDR unter Berufung auf Dokumente des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Untersucht wurden vom KBA Fahrzeuge der Marken Daimler, Fiat, Peugeot, Renault, Opel, Ford, VW, BMW und anderer.

Den Messergebnissen zu Folge wurden die gesetzlichen Grenzwerte bei mehr als 50 der getesteten Fahrzeuge überschritten. Die Werte lägen teilweise um Vielfaches über den Grenzwerten, schreibt die SZ.

Aufgrund der Ergebnisse sind einige Hersteller aufgefordert worden, Nachbesserungen bei ihren Motoren vorzunehmen. Die Hersteller berufen sich auf eine Regelung der Europäischen Union, die das zeitweise Abschalten der Abgasreinigung zulasse. Dies solle bei tiefen Außentemperaturen Schäden am Motor vermeiden helfen.

Dem SZ-Bericht zu Folge schalten einige Autohersteller die Abgasreinigung erst ab 10 oder 20 Grad Celsius ein. Das Verkehrsministerium setzt sich nun dafür ein, dieses so genannte Thermofenster auf EU-Ebene neu zu regeln.