Semperit

Mit Vorlage der Zahlen warnte das Wiener Unternehmen vor weiteren erheblichen Einmalbelastungen im Zuge der Restrukturierung. - Bild: Semperit

Unter dem Strich stand bei der Unternehmensgruppe, die in den Sektoren Medizin und Industrie Produkte aus Kautschuk produziert, ein Verlust von 16,4 Millionen Euro, je Aktie betrug er 0,79 Euro. Im Vorjahr hatte Semperit noch einen kleinen Gewinn von 5,5 Millionen bzw 0,27 Euro erzielt. Das bereinigte Ergebnis nach Steuern lag bei minus 5,6 Millionen Euro. Das EBITDA brach auf 0,5 Millionen von 19,4 Millionen Euro ein.

Das Ergebnis belasteten den Angaben zufolge negative Sondereffekte von 9,9 Millionen Euro - 5,1 Millionen Euro im Zusammenhang mit einer steuerlichen Betriebsprüfung für Österreich sowie 4,8 Millionen für Restrukturierungsaufwendungen für das Sempertrans-Werk in Argenteuil in Frankreich.

Der Umsatz lag in den drei Monaten mit 208,4 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau. Während die Einnahmen im Sektor Industrie um 7,6 Prozent wuchsen, sackten sie im Sektor Medizin (Sempermed) um 11,0 Prozent.

Die Semperit AG Holding geht für das Gesamtjahr weiter von einem bereinigten EBIT signifikant unter dem des Vorjahres von 41 Millionen Euro aus.

Dividendenpolitik auf dem Prüfstand

Das schlechte Geschäft wird wahrscheinlich auch Folgen für die Aktionäre haben. Die Dividendenpolitik werde einer Überprüfung unterzogen, hieß es im Neunmonatsbericht. Für 2016 hatte Semperit 70 Cent je Aktie gezahlt. Unterdessen arbeitet das Unternehmen an der Lösung seiner Probleme. Fortlaufende und potenziell neue Maßnahmen zur Erhöhung der Rentabilität und zur Stärkung der Bilanzstruktur stünden unverändert ganz oben auf der Agenda des Vorstands, hieß es. Diese könnten weitere erhebliche Einmalbelastungen auch in den nächsten Quartalen zur Folge haben. Einen Ausblick für die nächsten Quartale gebe es daher nicht.

Semperit investiert derweil weiter in den Ausbau der Kapazitäten. Insgesamt seien für 2017 Anlageninvestitionen von rund 80 Millionen nach 65 Millionen Euro im Vorjahr vorgesehen.