Dr. Günter von Au, Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie AG:

Dr. Günter von Au, Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie AG: "Wir wollen einen wichtigen Beitrag leisten, um der Elektromobilität in der Automobilindustrie zum Durchbruch zu verhelfen.“

MÜNCHEN (sp). Die Süd-Chemie AG, ein führendes Spezialchemieunternehmen mit Sitz in München, investiert etwa 60 Mio. Euro in die Produktion von Lithiumeisenphosphat (LFP), einem Energiespeichermaterial für Batterien, unter anderem für automobile Elektroantriebe. Der deutsche Konzern baut am neuen Standort seiner 100-prozentigen kanadischen Tochtergesellschaft Phostech Lithium Inc. in Candiac/Quebec die erste Anlage zur industriellen Großproduktion von LFP mit einem eigens entwickelten nasschemischen Herstellungsverfahren. Durch diesen Prozess lässt sich in konstanter Qualität hochwertiges LFP herstellen.

Serienvolumen 2500 Tonnen

 Die Serienbelieferung wird zunächst mit einem Volumen von 2 500 Tonnen ab 2012 beginnen. Diese Menge ermöglicht die Fertigung von rund 50 000 vollelektrischen PKW oder bis zu 500 000 hybridbetriebenen PKW pro Jahr. Aufgrund der großen Nachfrage weitet Süd-Chemie die LFP-Kapazitäten nach dem neuen Verfahren erheblich aus. Bisher kann Süd-Chemie an seinem Standort in Moosburg bis zu 300 Tonnen LFP pro Jahr mit diesem Verfahren produzieren.

Nasschemisches Herstellungsverfahren

Das neue von Süd-Chemie entwickelte nasschemische Herstellungsverfahren ermöglicht die Lieferung von LFP in einer am Markt bislang einzigartigen Qualität und mit überlegenen Produkteigenschaften. Das LFP der Süd-Chemie kann somit einer neuen – zugleich leistungsstarken, sicheren, langlebigen und zuverlässigen – Generation von Lithiumionenbatterien zum Durchbruch in Antrieben von Hybrid- und Elektrofahrzeugen verhelfen. Verglichen mit anderen Speichermaterialien für Lithiumionenbatterien zeichnet sich das Süd-Chemie LFP der Marke LIFE Power neben der hohen Energiedichte durch überlegene Materialsicherheit, besonders hohe Langlebigkeit, ein günstiges Herstellungskostenprofil und herausragende Zyklenstabilität, das heißt ein auch in der Langzeitnutzung stabiles und zuverlässiges Entlade- und Ladeverhalten aus.

Stationäre Hochleistungsbatterien

Neben Elektroantrieben für Automobile besitzt dieses Speichermaterial großes Potential in stationären Hochleistungsbatterien, etwa zur Stabilisierung des Stromnetzes oder zur Speicherung von Photovoltaikstrom. Zudem wird das LFP der Süd-Chemie in Europa, Asien und Amerika bereits erfolgreich in mobilen Elektrowerkzeugen (Power Tools), Starterbatterien für PKW und Elektrofahrrädern eingesetzt. Der Süd-Chemie Konzern besitzt eine hervorragende weltweite Patentsituation bei Herstellung und Verwendung von LFP in Batterien sowie ein starkes LFP-Schutzrechtsportfolio für das selbst entwickelte nasschemische Herstellungsverfahren.

Dr. Günter von Au, Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie AG, kommentierte: „Dies ist eine Investition von zentraler strategischer Bedeutung für die Süd-Chemie. Unser LFP wird sich – gerade weil es im Vergleich zu anderen Speichermaterialien nicht nur leistungsstarke, sondern auch sichere und besonders langlebige Batterien mit hervorragendem Entlade- und Ladeverhalten ermöglicht – als Speichermaterial für große Hochleistungsbatterien durchsetzen. Damit wollen wir einen wichtigen Beitrag leisten, um der Elektromobilität in der Automobilindustrie zum Durchbruch zu verhelfen.“

Dr. Hans-Joachim Müller, Mitglied des Vorstands der Süd-Chemie AG, sagte: „Mit dieser Investition erweitern wir erheblich unsere Produktionskapazitäten in diesem Zukunftsmarkt und können die stark steigenden Mengenanforderungen unserer strategischen Kunden aus der Automobil- und Batterieindustrie zuverlässig bedienen. Mit unserer hervorragenden Patentsituation, unserem selbst entwickelten, hochqualitativen Herstellungsverfahren und unserer bereits starken Produktmarke LIFE Power verfügen wir über eine weltweit exzellente Positionierung im rasant wachsenden Markt für Batteriematerialien.“