E.ON machen die niedrigen Öl- und Börsenstrompreise weiter zu schaffen: Im ersten Halbjahr

E.ON machen die niedrigen Öl- und Börsenstrompreise weiter zu schaffen: Im ersten Halbjahr verdiente E.ON rund ein Fünftel weniger. - Bild: E.ON

E.ON machen die niedrigen Öl- und Börsenstrompreise weiter zu schaffen: Im ersten Halbjahr verdiente der größte deutsche Energiekonzern gemessen am nachhaltigen Nettoergebnis rund ein Fünftel weniger als ein Jahr zuvor.

Seinen Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte E.ON am Mittwoch. Das um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis sank im ersten Halbjahr von rund 1,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf rund 1,2 Milliarden Euro. Der Rückgang fiel etwas weniger stark aus als erwartet, die von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 1,14 Milliarden Euro gerechnet.

E.ON belasten nach wie vor die Auswirkungen der Energiewende. Wie andere Versorger muss der Konzern angesichts der Ökostrom-Konkurrenz seinen Strom aus konventionellen Kraftwerken zu sinkenden Preisen verkaufen. Das zeigt sich im operativen Ergebnis der Kraftwerkssparte: Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Konzernteils sank um 29 Prozent. Konzernweit ging das bereinigte EBITDA um 13 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zurück. Negativ wirkte sich auch der schwache Rubel aus.

An der pessimistischen Prognose für das laufende Jahr hält E.ON fest. Der Konzern erwartet weiter, dass das bereinigte EBITDA von 8,34 Milliarden Euro im Vorjahr auf 7 bis 7,6 Milliarden Euro sinken wird. Das nachhaltige Konzernergebnis wird nach den Erwartungen von E.ON bei 1,4 bis 1,8 Milliarden Euro liegen. Im Vorjahr hatte die Kennzahl 1,61 Milliarden Euro betragen.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht