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Justus Haucap, der ehemalige Leiter der Monopolkommision, erwartet bei der bayer-Monsanto-Fusion Auflagen für die Unternehmen. - Bild: Bayer

Ohne Auflagen wird dieser Deal in vielen Ländern vermutlich nicht durchgehen", erklärte Haucap.

Er rechnet damit, dass Bayer und Monsanto Unternehmensteile verkaufen müssen, damit die Wettbewerbsbehörden dem Zusammenschluss zustimmen. Das könnte auch Forschungsprojekte von Bayer treffen. Denn die EU-Kommission will neben den Auswirkungen der Übernahme auf Preise auch die Auswirkungen des Zusammenschluss auf die Innovationsfahigkeit der Branche beachten. "Bayer könnte Lizenzen für Forschungsprojekte abtreten müssen", sagte Haucap.

Durch Übernahme von Monsanto würde Bayer zum größten Agrarkonzern der Welt aufsteigen. Die Zustimmung der Kartellbehörden gilt dabei als große Hürde für die Pläne. Die beiden Unternehmen Konzerne brauchen nach eigenen Angaben dabei die Zustimmung der Behörden in 30 verschiedenen Ländern.

Wenn kartellrechtliche Auflagen im Rahmen der Übernahme von Monsanto durch Bayer den Verkauf von Geschäftsbereichen mit mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz notwendig machten, können die Unternehmen von der Transaktion zurücktreten.