In Deutschland ist die Logistikindustrie nach der Automobilwirtschaft und dem Handel einer der bedeutendsten Wirtschaftsbereiche

In Deutschland ist die Logistikindustrie nach der Automobilwirtschaft und dem Handel einer der bedeutendsten Wirtschaftsbereiche. - Bild: Pixabay

Die Logistik als Schlüsselbranche steht vor einer wachsenden Zahl von Herausforderungen, immer mehr Wettbewerbern und dem Wettlauf um die schnellste Lieferung. 

Die zunehmende Digitalisierung, Automatisierung und nicht zuletzt Uberisierung bieten der Logistikindustrie immer mehr Lösungen – so revolutionieren auch Online-Händler Amazon und Taxi-App Uber mit innovativen Entwicklungen die Logistikbranche.

Amazon VS Uber

Diese Infografik wurde erstellt von trademachines.de

Uberisierung von Delivery-Lösungen

Einer der wichtigsten Trends im Jahr 2017 war das zunehmende Verschwinden des Zwischenhändlers, um den Nutzer wieder in den Vordergrund zu rücken. Gleiches machen UberRush und Amazon Flex mit ihren eigenen Lieferdiensten. Damit können Versender direkt über die App einen ihnen nächstgelegenen Zusteller auffordern, ihre Waren zu versenden. Eine Maklerfirma gibt es nicht mehr. Die Paketboten sind selbstständige Fahrer, die mit ihrem eigenen PKW die Waren ausliefern.

Während es UberRush noch nicht in Deutschland gibt, ist Amazon Flex letzten November in Berlin an den Start gegangen. Die Zustellung auf der letzten Meile machen allein 30 Prozent der gesamten Lieferkosten aus. Mit den genannten Diensten kann der Logistikprozess somit deutlich effizienter werden.

Digitale Speditionen

Das Modell gibt es nicht nur auf der Zustellung auf der letzten Meile. Das „Uber für LKWs“-Modell ist beliebt in der StartUp-Szene: Frachtraum, Instafreight oder Truckin – alle versuchen, die Spedition zu digitalisieren. So auch Uber selbst. Mit UberFreight können Unternehmen direkt mit den Verladern in Kontakt treten. Neben dem finanziellen Vorteil – die Provisionen sind deutlich niedriger – ermöglichen diese Dienste auch eine Optimierung der LKW-Befüllung. Derzeit fährt jeder vierte LKW auf den deutschen Straßen leer. Da der LKW-Fahrer nun auch Waren unterschiedlicher Kunden, die im ähnlichen Gebiet liefern, transportieren können, wird auch hier der Prozess effizienter.

Der Aufstieg der vernetzten Logistik

Der Boom im Internet der Dinge und die damit verbundene Logistik markiert einen Wendepunkt in der Branche. Kürzlich hat Amazon den Amazon Key Service in den USA eingeführt. Es ist ein Smarthome-System, mit dem Amazon-Lieferanten bei Abwesenheit Zugang zur Wohnung anfordern können. Tesla entwickelt seit vielen Jahren autonome Fahrzeuge. Im November stellte das Unternehmen seinen neuen, eigenständigen Elektrostapler vor. Auch das ist ein Wendepunkt für die Logistik: Die Rationalisierung von Kosten durch Digitalisierung ist das Eine. Durch Automatisierung und den Verzicht auf den Faktor Mensch kann ebenfalls Kosten minimiert werden. Jeff Bezos ist sich dessen bewusst: Schon heute sind 15% der Amazon-Mitarbeiter Roboter.

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  • Im Rahmen der Forschungs-Kooperation zwischen DB Schenker, MAN Truck & Bus und der Hochschule Fresenius werden vernetzte Lkw-Kolonnen über mehrere Monate im realen Logistikeinsatz auf der A9 zwischen München und Nürnberg getestet

    Im Rahmen der Forschungs-Kooperation zwischen DB Schenker, MAN Truck & Bus und der Hochschule Fresenius werden vernetzte Lkw-Kolonnen über mehrere Monate im realen Logistikeinsatz auf der A9 zwischen München und Nürnberg getestet. - Bild: MAN

  • Beim Platooning stellt ein eigens entwickeltes Display den Fahrern zahlreiche zusätzliche Informationen zum vernetzten Fahren in der Kolonne zur Verfügung

    Beim Platooning stellt ein eigens entwickeltes Display den Fahrern zahlreiche zusätzliche Informationen zum vernetzten Fahren in der Kolonne zur Verfügung. - Bild: MAN

  • DB Schenker, MAN Truck & Bus und die Hochschule Fresenius bringen vernetzte Lkw erstmals in die Praxisanwendung in der Logistikbranche

    DB Schenker, MAN Truck & Bus und die Hochschule Fresenius bringen vernetzte Lkw erstmals in die Praxisanwendung in der Logistikbranche. - Bild: MAN

  • Die verwendete Sensorik basiert zum einen auf vorhandenem Kamera- und Radarsensor, die bereits heute für den Notbremsassistenten EBA und den abstandsgeregelten Tempomaten ACC zur Anwendung kommen, zum anderen auf einem Laserscanner im Folgefahrzeug für die Erkennung von Längs- und Querabstand

    Die verwendete Sensorik basiert zum einen auf vorhandenem Kamera- und Radarsensor, die bereits heute für den Notbremsassistenten EBA und den abstandsgeregelten Tempomaten ACC zur Anwendung kommen, zum anderen auf einem Laserscanner im Folgefahrzeug für die Erkennung von Längs- und Querabstand. - Bild: MAN

  • Beim Platooning reagiert der hintere Lastwagen direkt und ohne aktives Eingreifen des Fahrers. Der Fahrer behält jedoch immer die Hände am Steuer

    Beim Platooning reagiert der hintere Lastwagen direkt und ohne aktives Eingreifen des Fahrers. Der Fahrer behält jedoch immer die Hände am Steuer. - Bild: MAN

  • Jetzt hat MAN an seinem Münchner Stammsitz die Testfahrzeuge für das gemeinsame Platooning-Projekt an DB Schenker und die Hochschule Fresenius übergeben. Ewald Kaiser, Chief Operating Officer DB Schenker (Mitte) und Prof. Dr. Christian T. Haas (rechts), Prodekan Forschung an der Hochschule Fresenius, nahmen die Schlüssel für die neuen MAN-Platooning-Fahrzeuge von Dr. Frederik Zohm (links), Vorstand Forschung und Entwicklung der MAN Truck & Bus AG, entgegen

    Jetzt hat MAN an seinem Münchner Stammsitz die Testfahrzeuge für das gemeinsame Platooning-Projekt an DB Schenker und die Hochschule Fresenius übergeben. Ewald Kaiser, Chief Operating Officer DB Schenker (Mitte) und Prof. Dr. Christian T. Haas (rechts), Prodekan Forschung an der Hochschule Fresenius, nahmen die Schlüssel für die neuen MAN-Platooning-Fahrzeuge von Dr. Frederik Zohm (links), Vorstand Forschung und Entwicklung der MAN Truck & Bus AG, entgegen. - Bild: MAN