Audi Werk Mexiko Wasseraufbereitung
Der Einsatz des gereinigten Abwassers erfolgt durch ein mehrstufiges Wiederaufbereitungsverfahren. - Bild: Audi

Von der Lackiererei bis zur Dichtigkeitsprüfung – Wasser ist im gesamten Herstellungsprozess eines Autos notwendig. Das bei Audi México anfallende Abwasser durchläuft zunächst eine chemisch-physikalische Anlage. Diese neutralisiert das Wasser und schleust Partikel und Schwermetalle aus, die beispielsweise aus der Lackiererei stammen.

Anschließend wird dieser vorbehandelte Teilstrom zusammen mit dem restlichen Abwasser des Standorts in einer biologischen Kläranlage weiter aufbereitet, indem organische Bestandteile abgebaut werden. Zuletzt trennt eine Kombination aus Ultrafiltration und mehrstufiger Umkehrosmose verbliebene Inhaltsstoffe sowie bakterielle Keime und Salze ab.

Das hygienisch einwandfreie und qualitativ hochwertige Recyclingwasser verwendet Audi direkt am Standort wieder. Die Konzentrate aus der Umkehrosmose werden verdunstet und die entwässerten Feststoffe entsorgt. Damit nimmt das Unternehmen eine technologische Vorreiterrolle im Umgang mit Wasser ein.

Das Audi Werk in  in San José Chiapa.
Das Audi Werk in in San José Chiapa. - Bild: Audi

Vision der CO2-neutralen Produktion

"Wir verfolgen die Vision, Automobile langfristig komplett CO2-neutral und abwasserfrei herzustellen. In unserem Werk in San José Chiapa haben wir auf diesem Weg ein wichtiges Etappenziel erreicht", sagt Peter Kössler, Produktionschef bei Audi.

"Wir stehen als Automobilhersteller in der Pflicht, einen sorgsamen und umweltverträglichen Umgang mit wertvollen Ressourcen wie Wasser sicherzustellen. Mit dem neuen Wieder­aufbereitungsverfahren leisten wir zudem einen bedeutenden Beitrag gegen die Wasserknappheit in Mexiko", so Kössler

Audi México nutzt das aufbereitete Wasser als Betriebswasser, setzt es in der Produktion ein und verwendet es zum Bewässern der Grünflächen auf dem Werkgelände. Mit dem Verfahren spart Audi in Mexiko bereits rund 100.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr.

Das entspricht rund einem Viertel des Gesamtbedarfs im Werk. Langfristig will das Unternehmen jährlich sogar mehr als 300.000 Kubikmeter Grundwasser sparen.

"Mit der neuen Abwasseraufbereitung geht Audi einen wichtigen Schritt hin zu einem autonomen Wasserkreislauf", sagt Rüdiger Recknagel, Leiter Umweltschutz der Audi AG. "Bis Ende 2025 wollen wir die Umweltbelastung des Audi-Konzerns um 35 Prozent pro produziertem Auto gegenüber dem Referenzjahr 2010 senken. Mit dieser Maßnahme kommen wir unserem Ziel näher."

Video: Entstehung des Audi Werks in Mexiko

Audi pflanzte über 100.000 Bäume

Um den Einsatz von Grundwasser noch weiter zu reduzieren, befindet sich auf dem Werkgelände zudem ein Wasserreservoir mit einer Kapazität von 240.000 Kubikmetern. Es füllt sich während der rund sechsmonatigen Regenzeit von April bis September.

Das gesammelte und aufbereitete Regenwasser kommt ebenfalls im Werk zum Einsatz. "Audi México ist der jüngste Standort im Audi-Konzern. Umso stolzer sind wir, eine Vorreiterrolle im nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser einzunehmen", sagt Alfons Dintner, Geschäftsführer von Audi México.

Im Rahmen seines Umweltengagements pflanzte Audi México außerdem auf dem Gebiet der Nachbargemeinde San José Ozumba auf einer Fläche von 100 Hektar mehr als 100.000 Bäume und legte 25.000 Versickerungsgruben an.

Darin werden in der Regenzeit jährlich bis zu 375.000 Kubikmeter Wasser zusätzlich gezielt ins Grundwasser zurückgeführt.

In dem 2016 eröffneten Werk von Audi México entsteht der Audi Q5 für den Weltmarkt.

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