HAMBURG (Dow Jones/rm). Wie die “WirtschaftsWoche” (WiWo) vorab unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, sollen die Zulieferer als Projektpartner nicht nur Teile der Entwicklung übernehmen, sondern auch Teile des finanziellen Risikos.

Angesichts der wachsenden Konkurrenz bei Flugzeugtypen mit 110 bis 190 Sitzen seien die Überlegungen der EADS-Tochter relativ weit gediehen, bis 2015 ein neues Modell auf den Markt zu bringen. Der EADS-Verwaltungsrat soll darüber Anfang Dezember entscheiden, so das Magazin weiter.

Airbus-CEO Tom Enders will das unter dem Namen NEO (“New Engine Option”) bekannte Projekt aber nur dann stemmen, wenn damit die Betriebskosten gegenüber dem Vorgängermodell um 15% gedrückt werden und ausreichend Fachleute zur Verfügung stehen, so die WiWo. Da die rund 11.000 Airbus-Ingenieure aber mit anderen Projekten wie dem A350, dem Militärtransporter A400M sowie dem Großraumflugzeug A380 mehr als ausgelastet sind, sollen Zulieferer stärker eingebunden werden.

Ein Airbus-Sprecher erklärte auf Anfrage, im Hinblick auf NEO sei noch keine Entscheidung getroffen worden. Die Evaluierung der Möglichkeiten zur Realisierung des Projektes sei noch im Gange. Insofern seien jegliche Berichte über Partnerschaften Spekulation.