Die BASF-Tochter Wintershall will sich am Ausbau der Kapazität der Nord-Stream-Pipeline für den

Die BASF-Tochter Wintershall will sich am Ausbau der Kapazität der Nord-Stream-Pipeline für den Transport russischen Erdgases durch die Ostsee nach Europa beteiligen. - Bild: kru

Eine entsprechende Absichtserklärung sei an diesem Freitag unterzeichnet worden, gab der Chemiekonzern bekannt. Die Erweiterung der Nord-Stream-Pipeline soll aus zwei weiteren Strängen bestehen, die zusätzlich bis zu 55 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas direkt nach Deutschland transportieren könnten, hieß es.

Neben Gazprom haben auch E.ON, OMV und Shell ihre Absicht erklärt, sich an dem Bau der beiden zusätzlichen Stränge der Nord-Stream-Pipeline zu beteiligen.

Mit dem Ausbau der Gastransport-Infrastruktur werde ein Beitrag zur weiteren Verbesserung der sicheren Gasversorgung des europäischen Kontinents geleistet, erklärte Alexander Medvedev, Stellvertretender Vorstandschef der PAO Gazprom.

Versorgung Europas mit russischem Erdgas

BASF und Gazprom arbeiten bereits seit mehr als 20 Jahren beim Bau von Leitungen zur Versorgung Europas mit russischem Erdgas zusammen. “Unsere Expertise auf diesem Gebiet wollen wir in die Erweiterung der Nord Stream einbringen und freuen uns auf die Arbeit mit Gazprom und weiteren europäischen Partnern an diesem wichtigen Infrastrukturprojekt”, sagte BASF-Vorstandsmitglied Hans-Ulrich Engel.

Seit Oktober 2012 sind die ersten zwei Leitungen der Nord Stream in Betrieb, an denen die BASF-Tochter Wintershall mit 15,5 Prozent beteiligt ist. Das russische Erdgas landet in Lubmin an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns an und wird über die beiden Anschlussleitungen OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung) und NEL (Nordeuropäische Erdgasleitung) weiter zu den Kunden in West- und Mitteleuropa transportiert.

Nach Angaben der BASF wird erwartet, dass der Importbedarf der EU weiter steigen wird. Eigenproduktion und Verbrauch fielen beim Erdgas immer weiter auseinander, erklärte der Chemiekonzern. Experten erwarten, dass die europäische Gasförderung um etwa 2 Prozent pro Jahr sinken, der Verbrauch jedoch um 0,6 Prozent pro Jahr steigen wird.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke