Pfeiffer-Vacuum-Konzernzentrale

Pfeiffer Vacuum-Firmenzentrale in Asslar. - Bild: Pfeiffer Vacuum

Der Vakuumpumpenhersteller Busch hat seine Beteiligung an dem börsennotierten Konkurrenten Pfeiffer Vacuum auf 27,19 Prozent aufgestockt. Das baden-württembergische Unternehmen war im September mit 15 Prozent der Stimmrechte bei der Pfeiffer Vacuum Technology AG eingestiegen.

Die zusätzlichen Anteile erwarb die Busch-Holding nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen über ihre Beteiligungsgesellschaft Pangea aus dem Streubesitz. Auch diese Anteilserhöhung sei aus Eigenmitteln finanziert worden, hieß es weiter.

Vor dem Hintergrund ihres erhöhten Anteils an Pfeiffer Vacuum sieht sich die Busch-Holding nun als Ankeraktionär des TecDAX-Unternehmens. "Pfeiffer Vacuum ist ein attraktives Unternehmen in einem Markt mit interessanten Wachstumsperspektiven", sagte Sami Busch, einer der geschäftsführenden Gesellschafter der Busch-Holding.

"Als Aktionär wollen wir Pfeiffer Vacuum nach Kräften dabei unterstützen, die Chancen in diesem uns wohlbekannten Markt zu ergreifen. Davon werden sowohl das Unternehmen als auch wir als Investor profitieren."

Bei ihrem Einstieg bei Pfeiffer Vacuum hatte die Busch-Holding erklärt, die 30-Prozent-Schwelle nicht überschreiten zu wollen, eine weitere Anteilserhöhung für den Fall, dass sich entsprechend günstige Gelegenheiten dazu anbieten sollten, aber nicht ausgeschlossen.

 

Sitz im Aufsichtsrat wahrscheinlich

An der Börse wird indes bereits über eine Komplettübernahme von Pfeiffer Vacuum spekuliert - immerhin hat die Aktie allein am heutigen Freitag um knapp 5 Prozent zugelegt. Die Analysten von equinet glauben allerdings nicht an eine 10-prozentige Übernahme: Busch habe schließlich mitgeteilt, dass sie nicht vorhabe, die Kontrolle über Pfeiffer zu übernehmen. Einen Sitz im Aufsichtsrat dürfte Busch ungeachtet dessen gleichwohl anstreben. Daraus könnte laut equinet eine engere Zusammenarbeit oder eine größerer Einflussnahme auf das Management der Tochter Adixen resultieren.

Andererseits müsste Busch im Fall einer Übernahme weitere 700 Millionen Euro finanzieren. Das wäre zwar nicht unmöglich, aber eine hohe Belastung für die Bilanz eines Unternehmens, das bislang eher konservativ gemanagt worden sei.

Die Busch-Holding GmbH wurde 1963 in Maulburg in Baden-Württemberg gegründet, wo das deutsche Fertigungswerk und die deutsche Vertriebsgesellschaft beheimatet sind. Mittlerweile ist das Unternehmen mit 59 Gesellschaften in 40 Ländern aktiv. Das Familienunternehmen beschäftigt weltweit mehr als 2.700 Mitarbeiter.