Tesla Werk Fremont

Die erste und bislang einzige Fabrik von Tesla im kalifornischen Fremont platzt bald aus allen Nähten. - Bild: Tesla

Noch in dieser Woche könnte Tesla mit der Stadtverwaltung von Schanghai ein Abkommen treffen, meldet der Nachrichtendienst Bloomberg. Dort soll dann die erste lokale Fertigung des Elektroautobauers in Asien entstehen.

Die Beweggründe für Tesla liegen auf der Hand: China ist der weltweit größte Wachstumsmarkt für Elektromobilität. Nach den Plänen der chinesischen Regierung soll sich der Absatz von aktuell fünf Millionen verkauften E-Mobilen in den kommenden drei Jahren verzehnfachen. Dafür werden staatliche Kaufprämien von umgerechnet bis zu 16.000 Euro pro Fahrzeug vergeben - allerdings bisher nur für heimische Hersteller. Mit einer eigenen Fabrik in China würde sich Tesla dementsprechend für die Kaufprämie qualifizieren.

Dazu kommt: Für Tesla laufen die Geschäfte in Fernost schon jetzt so gut, dass das Unternehmen Schwierigkeiten haben dürfte die Nachfrage allein mit einem US-Werk zu decken. Innerhalb eines Jahres hat sich der Tesla-Umsatz in China auf rund eine Milliarde Dollar verdreifacht. Bis 2020 sollen 500.000 Elektroautos abgesetzt werden.

Möglicher Parntner: Schanghai Electric

Für eine lokale Prodution sprechen nicht zuletzt auch die hohen Importzölle Chinas von 25 Prozent, die Firmenchef Elon Musk mit einem Werk in Schanghai umgehen könnte. Teslafahrzeuge würden für die chinesischen Kunden deutlich günstiger und damit tauglich für den Massenmarkt.

Das Innovationsprinzip Musk

Er legt sich mit den Giganten der Rüstungs-, Automobil- und Versorgerbranche an und wird bereits als Steve Jobs der Industrie gehandelt: Elon Musk. Was er in seinen Unternehmen anders macht als andere lesen Sie hier.

Um in China Autos produzieren zu dürfen, müssen internationale Autobauer nach der chinesischen Gesetzgebung jedoch Minderheitspartner in Joint-Venture-Firmen mit chinesischen Partnern werden. Während westliche Autobauer dazu bisher mit chineischen Autofirmen kooperiert haben, will sich Tesla offenbar einen Partner aus der Technologie- und Energiebranche ins Boot holen. Im Gespräch ist offenbar das staatliche Energieunternehmen Shanghai Electric. Das meldet das 'Handelsblatt' unter Berufung auf entsprechende Berichte in der chinesischen Zeitung 'Pengpai'.

Das sind die innovativsten Autobauer und Zulieferer

  • VW, e-Golf

    Der VW-Konzern belegte beim Innovationsranking von PwC und CAM den ersten Platz unter den Autobauern. - Bild: Volkswagen

  • Mercedes, S-Klasse

    Daimler schaffte es auf den zweiten Platz des Rankings. - Bild: Daimler

  • Tesla, Model S, Produktion

    Tesla kam auf den dritten Platz des Rankings. - Bild: Tesla

  • Delphi, Automotive-Innovations-Award

    Im Bereich „Hochautomatisiertes Fahren“ setzte sich der britische Zulieferer Delphi mit einem System zur vorausschauenden Steuerung von Fahrzeugfunktionen unter den Zulieferern durch. - Bild: Delphi

  • Faurecia, Automotive-Innovations-Award

    Den ersten Preis in der Rubrik „Interieur“ heimste Faurecia für ein System ein, das die Gesundheit und Stimmung des Fahrers ohne zusätzliche Sensoren erfasst, und damit bei Stress und Müdigkeit entsprechende Maßnahmen einleiten kann – wie beispielsweise Massage durch den Sitz, Änderung der Temperatur, oder die Einblendung des nächsten Rasthauses im Navigationssystem. - Bild: Faurecia

  • Schaeffler, Automotive-Innovations-Award

    In der Rubrik „Antrieb“ entschied sich die Jury für Schaeffler. Begründung: Schaefflers innovative Kombination eines CVT-Getriebes mit einem Hybrid-Modul zeichne sich durch geringe Energieverluste aus. - Bild: Schaeffler

  • Visteon, Automotive-Innovations-Award

    Bei „Interface & Konnektivität“ wurde Visteon für einen integrierten Cockpit-Controller geehrt, der die Steuerung der immer komplexeren digitalen Anzeigen und Bedienelemente wesentlich effizienter und sicherer macht. - Bild: Visteon