Die Wirtschaftsstimmung in Europa hat sich etwas aufgehellt

Die Wirtschaftsstimmung in Europa hat sich etwas aufgehellt. - Bild: Reetdachfan/Pixabay

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Dezember wider Erwarten leicht aufgehellt. Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung stieg auf 106,8 Punkte von 106,1 im Vormonat.

Der positive Impuls resultierte aus einer besseren Stimmung in der Industrie. Bei den Dienstleistern, im Bausektor und unter den Verbrauchern blieb die Stimmung unverändert, im Einzelhandel gab es eine Eintrübung.

Die Aufhellung kam überraschend: Volkswirte hatten mit einem leichten Indexrückgang auf 106,0 Zähler gerechnet. In der gesamten Europäischen Union war die Stimmungsverbesserung noch ausgeprägter: Der Indikator kletterte auf 108,9 Punkte von 107,5 im Vormonat.

Der Sammelindex zur Wirtschaftsstimmung umfasst die Einschätzung von Industrie, Bauwirtschaft und Dienstleistungsgewerbe sowie das Verbrauchervertrauen und die Entwicklung des Einzelhandels.

Für Deutschland stagnierte der Index bei 106,9 Punkten. Auch in Frankreich zeigte sich eine Stagnation, während es in Spanien und Italien zu einer Stimmungsaufhellung kam. Für die Niederlande wurde ein Rückgang ausgewiesen.

Die Zuversicht der Industrie in der Eurozone stieg auf minus 2,0 Punkte von minus 3,2 im Vormonat. Ökonomen hatten nur einen kleinen Anstieg auf minus 3,0 erwartet. Beim Verbrauchervertrauen für den gemeinsamen Währungsraum wurde ein Indexstand von minus 5,7 Punkte nach minus 5,9 gemeldet. Das entsprach der ersten Veröffentlichung und auch den Prognosen von Volkswirten.