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Die Türkei senkt ihre Prognosen zum Wirtschaftswachstum. - Bild: LaCamila/Pixabay

Der von Teilen des Militär unternommene Coup und die darauf folgende Unsicherheit im Land hat insbesondere den Tourismus hart getroffen. Für 2016 senkte die Regierung die Prognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf einen Zuwachs von 3,2 statt 4,5 Prozent, teilte Ministerpräsident Binali Yildirim mit. Für 2017 wurde die Prognose auf 4,4 von 5,0 Prozent gekappt.

In den Jahren 2018 und 2019 dürfte die türkische Wirtschaft dann um jeweils rund 5 Prozent wachsen, so die aktualisierte Prognose der Regierung. "Wir werden das Wachstum zwischen 2017 und 2019 anschieben", sagte Yildirim.

Zuletzt hatte die Ratingagentur Moody's die Türkei auf Ramschniveau abgestuft. Die Türkei scheine den Putschversuch vom 15. Juli in finanzieller Hinsicht zwar gut überstanden zu haben, erklärte Moody's. Die Gefahr einer Zahlungsbilanzkrise sei aber wegen des erhöhten Finanzierungsbedarfs, höherer innenpolitischer Risiken und der anhaltenden geopolitischen Bedrohungen gestiegen. Die Reaktionen der türkischen Regierung auf den Umsturzversuch behinderten zudem die erwarteten Reformen und die Rechtsstaatlichkeit.