VDA, Matthias Wissmann

Er will laut eigenen Angaben nichts von der Kartellbildung gewusst haben: VDA-Präsident Matthias Wissmann. - Bild: VDA

Der Verband weist zudem eine Kenntnis oder eine Beteiligung illegaler Absprachen zurück. "Uns liegen dazu keine eigenen Erkenntnisse vor. Denn die aktuellen Vorwürfe beziehen sich auf ein Format, das nicht Teil des VDA und seiner Arbeit ist", sagt Wissmann.

"Natürlich müssen die Vorwürfe konsequent aufgeklärt werden, aber man sollte damit kein Pauschalurteil über die ganze Branche fällen", mahnt der VDA-Präsident.

Porsche, Daimler, BMW, Audi und Volkswagen wird vorgeworfen, über Jahre illegale Absprachen über technische Details vorgenommen zu haben. Das gelte auch für die Entwicklung der Abgasfilterung. Dem Nachrichtenmagazin Spiegel zu Folge liegt den Behörden eine Selbstanzeige des VW-Konzerns vor, auch Daimler soll mit den Behörden Kontakt aufgenommen haben. Die Unternehmen hatten zu den "Spekulationen" keine Stellung nehmen wollen. BMW wies kartellähnliche Absprachen mit anderen deutschen Autoherstellern bei Dieselantrieben und insbesondere bei AdBlue-Systemen zur Abgasreinigung zurück.

"Die Vorgänge, um die es geht, haben nach meiner Kenntnis, nicht im VDA und seinen Gremien stattgefunden. Die strikte Einhaltung kartellrechtlicher Vorgaben ist seit vielen Jahren Grundlage unserer Verbandsarbeit", sagte Wissmann dem Handelsblatt. Für die Arbeit im VDA gelte ein Leitfaden. "Der Leitfaden regelt zum Beispiel klar und verbindlich, was für Themen zulässig sind oder wie Sitzungen durchgeführt werden müssen", stellte Wissmann klar.