Ölpreisverfall

Die Gründe für den rapiden Ölpreisverfall sind seit Monaten die gleichen: Die Produktion läuft auf Hochtouren, die Nachfrage ist bescheiden. - Bild: Fotolia.com / Tomas Sedran

Im Tief ging es bis auf 29,93 Dollar nach unten, aktuell werden 30,11 Dollar bezahlt, ein Tagesminus von 4,2 Prozent. Brentöl hält sich mit einem Minus von 2,9 Prozent und einem Preis von 30,68 Dollar nur unwesentlich besser.

Die Gründe für den rapiden Verfall sind seit Monaten die gleichen: Die Produktion läuft auf Hochtouren, die Nachfrage ist bescheiden. Sorgen um die lahmende Weltwirtschaft, vor allem auch in China, nähren die Erwartung weiterer Nachfrageschwäche. Das Ölkartell Opec kann sich nicht auf Produktionssenkungen einigen, stattdessen will Iran zusätzlich den Markt fluten. Auch die US-Produktion läuft trotz der Stilllegung von Bohranlagen weiter heiß. Teilnehmer befürchten bei den Mittwochs-Daten zu den US-Lagerbeständen weiteres Unheil für den Preis.

Am Dienstag gesellte sich noch die Dollarstärke als drückender Faktor hinzu. Ein steigender Dollarkurs macht Öl für Anleger aus anderen Währungsräumen teurer. Experten gehen von weiter fallenden Preisen aus. Die Analysten der Royal Bank of Scotland vermuten, dass der Preis bis 16 Dollar fallen könnte. Eine ganze Reihe von Analystenhäusern hat in den vergangenen Wochen bereits die Preisprognosen für 2016 nach unten genommen.